1779550

Adobe-VP sieht Chancen und Risiken in Creative Cloud

07.06.2013 | 12:38 Uhr |

Adobes Vice President of Professional Business Mala Sharma hat auf den Creative Days des Unternehmens in London Chancen und Risiken des Umstiegs auf die Creative Cloud benannt.

Das Abo-Modell ermögliche einerseits, die Software "auf neue und aufregende Weise" stetig weiter zu entwickeln, könnte Adobe aber beschädigt hinterlassen, wenn es nicht gelinge, die Kunden von dem Konzept zu überzeugen. Dazu gehöre es laut Sharma auch, die Preise nicht zu erhöhen, wenn man die Nutzer erst einmal an das Angebot gebunden hat: "Es ist in unserem höchsten Interesse, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen, die sich Monat für Monat entscheiden, ob sie bei uns bleiben." Adobe sei niemals mehr verwundbar gewesen als in der jetzigen Situation. Der Wechsel von der Kaufsoftware Creative Suite auf das Mietmodell der Creative Cloud sei "eine große Wette", meint Sharma, der Kunde habe mehr Macht über Adobe als je zuvor.

Überzeugen wolle Adobe nicht nur mit kürzeren Updatezyklen als den bisherigen .0- und .5-Versionen, sondern auch mit spitzeren Angeboten. Anstatt ausgereifte Programme mit immer mehr Funktionen aufzuladen, will Adobe lieber neue, spezialisierte Programme bringen. Sharma bezeichnet dies als "futuristisches Modell", in dem man "all die kleinen Apps" habe, die zusammenarbeiten und miteinander Sinn ergeben. Diese Apps würden nicht nur untereinander kommunizieren, sondern auch mit ihren Pendants für Touch-Geräte und dem von der Creative Cloud angebotenen Speicher. Als Beispiel nannte Sharma etwa die App Kuler: Mit dem iPhone könne man natürliche Farbschemata aufnehmen, welche später etwa Illustrator CC in seiner Kuler-Palette anbietet.

Für die fernere Zukunft sieht Sharma gar eine komplette Verlagerung der CC-Apps in die Cloud. Dann könne man mit einem Touch-Gerät direkt auf die Server Adobes oder einem Kunden-Server zugreifen und eine derart hohe Rechenleistung abrufen, wie sei heute kein stationärer Computer biete. Insgesamt habe die Kundschaft bisher die neuen Cloud-Versionen positiv aufgenommen, erklärt Sharma. berichte über Probleme etwa bei der Installation seien auf Einzelfälle zurück zu führen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1779550