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Apples neue Sicherheitstaktik: Abschalten

11.05.2012 | 15:01 Uhr |

Erst Java, jetzt Flash. Wenn es ein potenzielles Sicherheitsritiko gibt, dann dreht Apple Laufzeitumgebungen von Drittanbietern neuerdings einfach den Hahn zu.

Update OS X 10.7.4
Vergrößern Update OS X 10.7.4

In den letzten Wochen musste Apple viel Kritik über ihre Sicherheitspolitik hinnehmen. Wichtige Updates kämen zu spät, die Informationspolitik sei auch in Sicherheitsfragen zu verschlossen. Jetzt hat Apple zwei Risiken mit der gleichen Methode angefasst: einfach abschalten.

Für den Trojaner Flashback war eine lückenhafte Java-Umgebung das Einfallstor in OS X. Apples Lösung: Flashback erkennen und entfernen, zudem Java einfach deaktivieren, wenn der Nutzer es längere Zeit nicht genutzt hat.

Flash an der kurzen Leine

Veraltete Versionen des Flash-Players sind ebenfalls Einstiegshilfen für potenzielle Schädlinge. Hier setzt Apple jetzt mit 10.7.4 und Safari 5.1.7 auf das gleiche Rezept. Wer eine zu veraltete Flash-Version benutzt, dem schaltet Safari das Multimedia-Plugin einfach ab. Viele Web-Animationen und -Filme bleiben dann verborgen, dafür soll dies Angriffe über den Flash Player verhindern.

Adobe, der Hersteller von Flash, lobt diese Entscheidung sogar ausdrücklich: "Wir begrüßen Apples Initiative, die Mac-Nutzer dazu bewegt, immer auf dem neusten Software-Stand zu bleiben", sagt Adobes Sicherheitschef Brad Arkin in einem Blogeintrag . Ist der Flash-Player zu alt, warnt Safari und leitet den Anwender zu Adobes Downloadseite um.

Seit einigen Monaten stecken die Einstellungen für den Flash-Player direkt im System.
Vergrößern Seit einigen Monaten stecken die Einstellungen für den Flash-Player direkt im System.

In der jüngeren Vergangenheit hat Adobe daran gearbeitet, dass die Nutzer besser über Updates informiert werden. So sind die früher versteckten Flash-Einstellungen jetzt in die Systemeinstellungen eingezogen und der Flash-Player meldet sich automatisch, wenn eine neue Version erhältlich ist. Mit der kommenden Version 11.2 soll der Flash Player laut Adobe in der Lage sein, sich automatisch still und leise im Hintergrund zu aktualisieren. Dies macht dann keinerlei Nutzerinteraktion mehr notwendig.

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