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Adobe fürchtet Aperture nicht

30.11.2005 | 12:57 Uhr |

Adobe fürchtet Apples RAW-Software Aperture nicht – sondern sieht im Gegenteil durch das Programm einen neuen Markt definiert, den auch die eigenen Produkte bedienen sollen.

Gegenüber unserer US-Schwesterzeitschrift Macworld erklärte Adobes oberster Manager für Digital-Imaging-Produkte Kevin Connor, dass Apple und Adobe die gleichen Notwendigkeiten sähen: „Fotografen stehen noch vor einigen ungelösten Problemen.“ Adobe sieht in der in diesem Jahr veröffentlichten Creative Suite 2 einen Ansatz zur Lösung von Workflowproblemen, insbesondere in der Applikation Bridge.

Die zunehmende Popularität von digitalen Spiegelreflexkameras verlagere nun den gesamten Workflow in der digitalen Fotografie auf den Rechner, der nicht mehr nur allein für die Bildbearbeitung verantwortlich zeichne. Zunehmend gewinne das RAW-Format an Bedeutung, die Bildeinstellungen nehme der Fotograf erst auf dem Computer vor und nicht mehr auf der Kamera. Aperture stelle nun keine Konkurrenz zu Photoshop dar, sondern sei eher mit Bridge und Camera RAW zu vergleichen. Weitere Workflowlösungen erwartet Connor in den nächsten Jahren von Apple, Adobe und Dritthersteller: „Schlussendlich ist das eine großartige Sache für Fotografen.“

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