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Adobe kündigt baldigen Sicherheits-Patch an

18.02.2013 | 09:55 Uhr |

Letzte Woche wurden im Adobe Reader und Acrobat kritische Lücken sowohl in den Windows- als auch Mac- und Linux-Versionen entdeckt. Adobe hat nun ein baldiges Update angekündigt. Bis dahin hilft eine Programm-Einstellung.

Die letzte Woche entdeckten Lücken befinden sich im Adobe Reader, in Acrobat XI (11.0.01 und früher) und Acrobat X (10.1.5 und früher) und Version 9.5.3 und früher. Betroffen sind nicht nur Windows-, sondern auch Mac- und Linux-Versionen. Hacker können unter Verwendung manipulierter PDF-Dateien nicht nur das Adobe-Programm abstürzen lassen, sondern sich auch Zugang zum Computer verschaffen. Angeblich sollen die Lücken auch schon ausgenutzt werden.

Adobe hat nun bekannt gegeben , noch diese Woche ein Update liefern zu wollen, das die Lücken schließt. Wir empfehlen Ihnen aber, nicht bis zu diesem Patch zu warten, sondern auf einen anderen PDF-Reader umzusteigen oder die "Geschützte Ansicht" im Reader oder Acrobat zu aktivieren. Sie finden die Option unter "Datei, Bearbeiten, Einstellungen, Sicherheit (erweitert)". Sie bewirkt, dass die Adobe-Software in einer Sandbox ausgeführt wird, aus der Hacker keinen Zugriff auf den Rest Ihres Systems haben sollen.

Nach dem gleichen Prinzip arbeitet auch die Freeware Sandboxie . Sie führt den Browser in einem virtuell abgezäunten Bereich aus. Gelangt Malware über den Browser auf den Rechner, bleibt sie im Idealfall innerhalb der Sandbox und kann nicht auf den Rest der Festplatte zugreifen. Nach der Surf-Sitzung wird die Sandbox geleert und steht frisch und sauber beim nächsten Browser-Start wieder bereit. Einen einhundertprozentigen Schutz bietet auch eine Sandbox nicht. Sie setzt die Hürden für Hacker aber ein gutes Stück weit höher.

Selbstverständlich halten wir Sie auf dem Laufenden und informieren Sie, wenn das Adobe-Update erschienen ist.

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