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Adobe sieht in Microsofts PDF-Initiative keine Bedrohung

07.11.2005 | 15:40 Uhr |

adobe acrobat 7
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Der Software-Hersteller Adobe Systems sieht den Plänen von Microsoft zur Unterstützung von Adobes Dateiformat PDF gelassen entgegen. «Großartig, dass selbst Microsoft erkannt hat, dass PDF zu einem weltweiten Standard geworden ist», sagte Adobe-Chef Bruce Chizen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Microsoft will in seinem neuen Office-Paket mit dem Arbeitstitel «Office 12» künftig eine Funktion anbieten, mit der sich Dokumente im PDF-Format erzeugen lassen. Bislang vertreibt fast ausschließlich Adobe selbst entsprechende Anwendungen.

«Microsoft sehen wir in diesem Kontext derzeit nicht als Bedrohung», sagte Chizen. Adobe fühle sich im Gegenteil in seiner Strategie bestätigt. «Je mehr PDF-Dateien im Umlauf sind, desto mehr Acrobat- und Lifecycle-Serverprodukte können wir verkaufen.» Das Dateiformat PDF (Portable Document Format) wurde vor mehr als einem Jahrzehnt von Adobe entwickelt. PDF-Dokumente werden unabhängig vom verwendeten Betriebssystem oder Endgerät in der ursprünglichen Form dargestellt. Zum Erstellen der Dokumente ist in der Regel kostenpflichtige Software nötig.

Microsofts Unterstützung des PDF-Formats schreckt das Unternehmen Chizen zufolge nicht. Wer einfach nur ein PDF-Dokument erstellen wolle, könne das auch auf der Website des Unternehmens gegen eine Gebühr tun. «Wir haben derzeit 15 000 Kunden für dieses Angebot und machen damit mehr als eine Million US-Dollar Umsatz.» Es sei auch vorstellbar, dass Adobe bei entsprechender Nachfrage mehr Funktionen seiner Software als Online-Dienste anbietet. «Wir werden da flexibel sein.» (dpa)

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