Von Import Import - 05.01.2008, 09:00

Adobe stellt offiziell Creative Suite 3 vor

Adobe stellt offiziell Creative Suite 3 vor

Adobe stellt nach langer Entwicklungszeit offiziell sein Programmpaket „Creative Suite 3“ vor. Das Paket kommt gleich in sechs verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche kreative Zielgruppen auf den Markt. Diese sind aus Sicht des verantwortlichen Group Managers Caleb Belohlavek Print- und Publikations-Designer, Webdesigner sowie Video-Designer. Für die beiden ersten Gruppen kommt jeweils eine Standard- und umfänglichere Premium-Version der "CS3". Dazu gesellen sich noch ein Nachfolger für das bisherige "Production Studio" sowie eine "Master Collection" mit allen Komponenten der zielgruppenspezifischeren Premium-Pakete.
Ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung des Softwarepakets für Kreative lag laut Belohlavek auf entscheidenden Schnittstellen zwischen den Einzelanwendungen. Designer sollen so leichter Grafiken und Anwendungen für einen Markt schaffen können, in dem unterschiedliche multimediale Formate miteinander verschmelzen. "Berufsmäßig Kreative stehen vor der Herausforderung, eine Vielfalt vom Medienformaten abliefern zu müssen", erklärt der Adobe-Mann.
Die Übernahme von Macromedia hatte Adobe im Dezember 2005 abgeschlossen. Vor dem Kauf wetteiferten beide Hersteller sowohl bei Grafik-Design- als auch bei Webdesign-Werkzeugen, wobei Macromedia bei Letzterem einen Vorsprung besaß (Stichwort "Flash"). Nach der Übernahme hat Adobe keinen ernsthaften Wettbewerber im Bereich Print- und Webdesign mehr, auch wenn Microsoft mit seiner "Expression"-Produktfamilie in diesem Revier wildern möchte.
Die Creative Suite 3 überbrückt erstmals die Lücke zwischen den Produkten von Adobe und Macromedia und beseitigt gleichzeitig bisherige Überlappungen. Designer können mit dem neuen Paket zum Beispiel die Ebenen eines "Photoshop"-Bildes direkt in Flash importieren und dann darin verändern, ohne die Ebenen zu einer zusammenfassen zu müssen.
In den Versionen der CS3, die ein Web-Design-Tool enthalten, hat Adobe das früher hauseigene "GoLive" geopfert und stattdessen den populäreren "Dreamweaver" von Macromedia hineingepackt. GoLive lebt weiter, wird aber künftig nur noch als Standalone-Applikation geführt.
Für Print-Designer bietet Adobe künftig die "Creative Suite 3 Design Premium" (2200 Euro, alle Preisangaben exklusive Mehrwertsteuer) und die "Creative Suite 3 Design Standard" (1700 Euro) an. Diese Pakete kann man laut Belohlavek als Nachfolger der aktuellen "Creative Suite 2" ansehen.
Design Premium enthält neue Versionen der Applikationen "InDesign", "Photoshop Extended", "Illustrator", "Acrobat 8 Professional", "Flash Professional" sowie "Dreamweaver". Dazu gesellen sich "Bridge", "Acrobat Connect", "Stock Photos", "Version Cue" sowie "Device Central", ein neues Emulationswerkzeug, mit dem Entwickler ihre Kreationen auf einer Vielzahl mobiler Endgeräte simulieren können.
Im Design-Standard-Paket fehlen Flash und Dreamweaver, außerdem wird es mit der normalen und nicht der erweiterten Ausführung von Photoshop geliefert.
Gewissermaßen die Nachfolger des früheren "Studio 8" von Macromedia werden die "Creative Suite 3 Web Premium" (1900 Euro) und "Web Standard" (1000 Euro). Das Premium-Paket besteht hier aus Flash Professional, Dreamweaver, "Fireworks", "Contribute", Photoshop Extended sowie Acrobat Professional. Die Standard-Variante des Web-Bundles enthält nur Flash Professional, Fireworks und Contribute.
Das Erbe des Production Studios tritt die "Creative Suite 3 Production Premium" (2200 Euro) an, die ohne Standard-Pendant auskommen muss. Enthalten sind neue Versionen von "After Effects Professional", "Premiere Pro", Photoshop Extended, Flash Professional, Illustrator, "Soundbooth", "Encore", "OnLocation" (nur für Windows) sowie "Ultra". Dazu kommen die Tools Bridge, Acrobat Connect, Stock Photos, Device Central und "Dynamic Link".
Alle Komponenten der drei Premium-Pakete finden sich in der "Creative Suite 3 Master Collection" (3000 Euro). Sämtliche Applikationen liegen für Apple-Rechner als Universal Binaries vor und laufen damit endlich nativ und in voller Geschwindigkeit ohne "Rosetta"-Emulation auf Macs mit Intel-Prozessoren.
Adobe feiert die größte Software-Veröffentlichung seiner 25-jährigen Firmengeschichte mit einem großen Event in New York.
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