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Adobe überlässt Mozilla Teile des Flash-Quellcodes

08.11.2006 | 10:42 Uhr |

In San Francisco hat gestern mit der Web-2.0-Konferenz das größte Meeting von Programmierern, Gestaltern, Software-, Hardware- und Diensteanbietern begonnen. Vor dem Start der Konferenz am gestrigen Vormittag Westküstenzeit haben Adobe und Mozilla bereits eine Katze aus dem Sack gelassen: Flash wird in Teilen Open Source - und wandert in die Weiterentwicklung des Browsers Firefox.

Die wichtigsten Köpfe der Web-2.0-Bewegung werden in San Francisco gerade wach, im dortigen Palace Hotel in Downtown startete gestern um 18 Uhr deutscher Zeit die Web 2.0 Conference . Am Vorabend der mittlerweile dritten Konferenz überraschten Adobe und die Mozilla Foundation mit der Ankündigung, Flash und Firefox zu vereinen. Die Mozilla Foundation will eine Script-Sprache entwickeln und als Standard für den Browser Firefox implementieren. Dies soll gewährleisten, dass Entwickler interaktive Anwendungen für den Flash Player und Firefox entwickeln können, meldet der IDG News Service . Dazu muss Adobe Teile des Quellcode offen legen - und das ist die eigentliche Neuigkeit. Einst von Macromedia entwickelt, liegt Flash mittlerweile in der neunten Generation vor und ist im Besitz des Software-Riesen Adobe. Bereits vor zwei Wochen kündigte Adobe ähnliche Schritte in Richtung Web 2.0 an, darunter auch die Bereitstellung von 100 Millionen US-Dollar Risikokapital für Firmen, die Adobe- und Macromedia-Technologien für Web-Projekte nutzen wollen. Der Quellcode der ActionScript Virtual Machine, der Scriptsprache im Flash Player, wird gleichzeitig das Fundament des neuen Mozilla-Projekts bilden: Tamarin wird die nächste Version der Standard-Scriptsprache in Firefox' JavaScript-Engine ScriptMonkey. So soll in Firefox ECMAScript in Version 4 einziehen, das zur Zeit selbst noch in der entwicklungs- und Zertifizierungsphase ist. Für die Mozilla Foundation sei Adobes Beitrag die größte Sachleistung seit ihrem Bestehen.

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