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Adobe vergrault App-Entwickler mit Director 12

15.02.2013 | 10:25 Uhr |

Adobe hat erst kürzlich seine Publishing-Suite Director auf Version 12 geupdated. Das große Highlight: Eine Export-Funktion in ein iOS-App-Store kompatibles Format. Das Problem: Adobe verlangt eine 10-prozentige Umsatzbeteiligung.

In den ergänzenden Lizenzbedingungen verankert das Softwarehaus sehr zum Ärger aller Entwickler, die das auf Adobe Flash und Adobe Shockwave basierende Entwickler-Tool für ihre Arbeit nutzen, eine Umsatzbeteiligung von 10 Prozent für alle iOS-Apps mit einem Umsatz über 20.000 US-Dollar.

Damit wird für viele App-Entwickler aus dem Bereich des mobile Gaming (wo Adobe Director aufgrund seiner Ähnlichkeit zu einschlägigen Videoschnitt-Tools sehr beliebt ist) die Adobe Umgebung zum Ärgernis. Adobe hatte mit der neuesten Version von Director das durchaus komfortable Feature eingeführt, Director-Projekte direkt in iOS-Apps konvertieren zu können.

Ein Komfort, der jetzt teuer wird. Zur Erinnerung: Neben der Gewinnbeteiligung für Adobe (10 Prozent bei Apps, die mehr als 20.000 US-Dollar erlösen) verlangt nämlich auch Apple selbst 30 Prozent der App Store-Umsätze. Mit dem Ergebnis, dass dem Entwickler selbst nur noch 63 Prozent seines App-Umsatzes bleiben - Adobe berechnet seinen Anteil, nachdem Apple 30 Prozent für den Store-Vertrieb abgezogen hat.

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