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Adobe veröffentlicht neue Creative Cloud Desktop Programme

18.06.2013 | 12:26 Uhr |

Abonnenten der Creative Cloud können nun die neue Generation der Adobe Produktionstools wie Photoshop oder Indesign CC herunterladen und installieren. Zu den neuen Features gibt es komplett neue Werkzeuge und einen überarbeiteten Applikationsmanager für den Desktop.

Adobe rollt ab heute das seit dem Start des Abo-Modells größte und umfassende Update an seine Creative Cloud Abonennten aus, pünktlich am angekündigten Veröffentlichungstermin und nur rund eineinhalb Monate, nachdem die neue Generation der Tools auf der Hausmesse Adobe Max vorgestellt wurde . Mit der neuen Version verlagert der Softwarehersteller sein Hauptaugenmerk auf sein Creative-Cloud-Abomodell. Ein radikaler, aber aus Sicht von Adobe logischer Schritt, der sich nicht nur im Namen der Tools wiederspiegelt, die jetzt alle die Versionsnummer „CC“ für „Creative Cloud“ tragen. Die neuen Programme versprechen nicht nur wie üblich neue Funktionen (laut Adobe sollen es hunderte sein), die CC-Programme sollen stärker vernetzt arbeiten und so komplett neue Arbeitsabläufe ermöglichen, die zuvor nicht einfach waren - zum Beispiel die gesamte kreative Arbeitsumgebung auf einen anderen Rechner mitzunehmen und synchron zu halten.

Der Applikations-Manager heißt jetzt einfach „Creative Cloud“ und wurde stark erweitert.
Vergrößern Der Applikations-Manager heißt jetzt einfach „Creative Cloud“ und wurde stark erweitert.

Neuheiten sofort und weltweite Zusammenarbeit

Zudem sind dank des Cloud-Modells künftig schnellere Update-Zyklen möglich. Neue Features sollen nicht beim nächsten Release-Datum, sondern wenn sie fertig entwickelt sind verfügbar werden, zum Beispiel beim Bildbearbeitungs-Platzhirsch Photoshop CC: „Unsere Kunden müssen nun nicht mehr 18 bis 24 Monate auf neue Photoshop-Innovationen warten. Sobald eine neue Photoshop-Funktion fertig ist – sei es der nächste Reparaturpinsel oder auch etwas Bahnbrechendes wie Content Aware Fill – werden wir sie über die Creative Cloud zur Verfügung stellen,“ so Winston Hendrickson, Vice President of Products, Creative Media Solutions, bei Adobe.

Er kann nicht nur Photoshop und all die anderen Apps mit einem Klick herunterladen und installieren…
Vergrößern Er kann nicht nur Photoshop und all die anderen Apps mit einem Klick herunterladen und installieren…

Dritter Fokus ist Netzwerken:  Aus Sicht von Adobe arbeiten Kreative heute nicht mehr nur mit dem Tischnachbarn oder befreundeten Agenturen. Das integrierte, letztes Jahr extra dazugekaufte, Kreativnetzwerk Behance ( www.behance.net ) soll die Zusammenarbeit, Austausch und Inspiration mit der weltweiten Kreativ-Gemeinde möglich und einfach wie noch nie machen. Behance bietet eine lebendige Community mit über 1,4 Millionen Nutzern und macht das erstellen von Portfolios, Veröffentlichen von Projekten und Verfolgen der Aktivitäten vernetzter Kreativer einfach möglich. 

…er kümmert sich auch um den Austausch per Kreativnetzwerk Behance.
Vergrößern …er kümmert sich auch um den Austausch per Kreativnetzwerk Behance.

Runderneuerter Applikations-Manager

Herzstück der neuen Version ist der gründlich überarbeitete Applikations-Manager, der jetzt einfach „Creative Cloud“ heißt. Zahlende Mitglieder können heute unter creative.adobe.com sich einloggen und ihn wie die neuen Programmversionen herunterladen. Nach der Installation loggt man sich mit seiner Adobe-ID ein.  Die neue Creative-Cloud-App zeigt unter „ Home “ die wichtigsten Benachrichtigungen, wie zum Beispiel verfügbare Updates. Unter „ Apps “ können die Programme mit einem Klick heruntergeladen und installiert werden. Auch mit dem Creative-Cloud-Abo werden die Programme nach wie vor installiert und laufen wie gewohnt lokal von der Festplatte - nur die DVDs braucht man für die Installation nicht mehr. Unter „Dateien“ können Projektdateien synchronisiert werden. Jeder Anwender bekommt nach wie vor 20 GB Cloud-Speicher dazu, der fürs Weitergeben oder Synchronisieren genutzt werden kann - auch iOS wird unterstützt. Unter „ Schriften “ können per Typekit Fonts mit einem Klick installiert werden - jedoch ist diese Option wie auch „ Dateien “ noch in Vorbereitung und heute noch nicht nutzbar. Laut Adobe sollen damit bald 175 professionelle Schriftfamilien bereitstehen - eine Sammlung die sonst 20.000 Dollar kosten würde, und von Abonennten frei genutzt werden kann. Die Integration von Behance funktioniert hingegen schon. Auf der Website kann sich der Cloud-Abonnent mit seiner Adobe-ID einloggen und ein Konto anlegen, dass automatisch dann unter Behance den Newsfeed lädt, zum Beispiel wenn Kreative, denen man folgt neue Projekte veröffentlichen. Die Artworks können direkt in der App geliked werden was hier „appreciate“, also geschätzt, heißt. Eigene Projekte können hier direkt auf Behance hochgeladen werden.

Auch das Schriftenmanagement ist in Vorbereitung und soll so einfach ausfallen wie mit Typekit für Webschriften.
Vergrößern Auch das Schriftenmanagement ist in Vorbereitung und soll so einfach ausfallen wie mit Typekit für Webschriften.

Die Apps: Klassiker und viele Neuzugänge

Adobe hat in der CC-Generation alle Programme deutlich überarbeitet. Photoshop kommt mit mehr nicht-destruktiven Funktionen und komplett neuem, enger integrierten RAW-Funktionen. Illustrator CC bringt neue Pinsel, die erstmals auch Bitmaps enthalten können. Indesign CC wurde mit 64-Bit komplett neu programmiert, soll damit schneller und stabiler laufen, kann jetzt QR-Codes generieren und unterstützt endlich auch Retina-Macs. After Effects ist direkt mit Cinema 4D verbunden und spart so an vielen Stellen das erneute Rendern. Cinema 4D Lite ist jetzt offiziell im Paket mit After Effects und bietet so viel 3D wie die meisten brauchen - wer mehr möchte, kann auf die Studio-Version upgraden. Premiere Pro CC kommt mit einem überarbeiteten Schnittfenster und neuen Tastaturbefehlen.

Komplett neu überdacht wurden die Web-Tools und um einige Neuzugänge ergänzt. Auf Trends wie Responsive Webdesign reagiert Edge Reflow, der neue Spezialist für das Gestalten von Responsive Websites, die sich intelligent an verschiedene Geräte und Bildschirmgrößen anpassen. Edge Animate CC ist das Pendant für HTML5-Animationen, mit dem sich ohne Programmierung schnell HTML5-Diashows kreieren lassen. Edge Code CC ist ein Code-Editor der die Stärke von Coding und visuellen Werkzeugen zusammenbringen soll. Klickt man auf eine Stelle mit einem Farbwert öffnet sich ein Farbwähler. Edge Inspect CC hilft beim Testen, wenn es darum geht eine Website auf allen Geräten, also Desktop, Smartphone und Tablet abzustimmen und Probleme schnell zu finden. Ein Video auf YouTube zeigt die Neuheiten der CC-Webtools im Überblick. Mit dabei ist immer noch Fireworks. Der Webgrafikeditor bleibt jedoch bis auf kleinere Bugfixes auf dem Stand von CS 6, währen Photoshop CC einige Funktionen zum Export von Webassets dazugelernt hat.

Die Cloud App zeigt in der Statusleiste an wie weit Download und Installation, hier von Photoshop CC, fortgeschritten sind.
Vergrößern Die Cloud App zeigt in der Statusleiste an wie weit Download und Installation, hier von Photoshop CC, fortgeschritten sind.

Ein Jahresabo für die Adobe Creative Cloud kostet 61,49 Euro monatlich. Kunden ab CS 3 oder späteren Versionen können ein Sonderangebot von 36,89 Euro nutzen, wie Schüler, Studierende und Lehrende die für 19,99 Euro Monatsgebühr einsteigen können. Das Abo und weitere Details, etwa zu Spezialabos für Teams gibt es ebenfalls auf der Hersteller-Seite .

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