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Ein blaugrünes Ei verändert die Welt

18.12.2008 | 00:01 Uhr |

Mit dem iMac veränderte Apple nicht nur den Markt, sondern mehr die Wahrnehmung für Computer.

In der gestrigen Quizfrage haben wir nach einer Änderung im berühmten "1984"-Spot zum 20-jährigen Geburtstag des Mac gefragt. Richtig war die Antwort, dass die Heldin einen iPod trägt . Auch hat sie nun einen stilisierten Macintosh auf dem T-Shirt.

Hello again!

Die Biographie von Steve Jobs zeigt in den Jahren 1985 bis 1997 mit der "NeXT"-Phase eine interessante Wendung. Nachdem der von Jobs angeheuerte Apple-CEO John Sculley ihn aus der Firma verdrängt hatte, baute er einen neuen Computerkonzern auf. Diesen hat Apple dann 1996 übernommen - Jobs kehrte im Triumph zurück und stieg zum CEO von Apple auf.

Das wichtigste Produkt, das Jobs nach seiner Rückkehr vorstellte , war der iMac: Ein blaugrüner Knuddel-Mac, der aussah wie eine BMW Isetta.

Die Öffentlichkeit war gespalten: Während manche Zeitung lediglich berichtete, Apple habe "einen neuen Monitor" auf den Markt gebracht, lästerten nicht wenige Händler wie User unisono über die fehlende SCSI-Schnittstelle sowie das fehlende Diskettenlaufwerk. Als ob man sich die paar Kilobyte, die auf das schon 1998 veraltete Format passten, nicht auch auswendig merken könnte! Die Farbe Bondi Blue war auch oft Thema, denn bunte Computer galten als etwas für Kinder , und das an den Haaren herbeigezogene Argument, dass beim Ausfall nur einer Komponente das ganze Gerät nicht mehr benutzt werden kann, war auch oft zu hören.

Der Autor stand damals selbst vor der Frage, ob es ein "solider" G3, ein Klon davon oder eben der neue iMac sein sollte. Trotz, oder gerade wegen dessen Herabwürdigung als "Hausfrauencomputer" durch einen Kollegen entschied er sich für den armen, kleinen Knubbel. Und ist seither "hooked" und zufrieden.

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