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Alles neu macht nicht nur die Macworld

21.12.2008 | 00:01 Uhr |

Kaum etwas altert so schnell wie Computer. Kaum hat man ihn ausgepackt, ist er nur noch die Hälfte wert.

Die richtige Antwort zum gestrigen Quiz lautet MCP. Das "Master Control Program" (von seinen Freunden auch nur "Master Control" genannt) hat die Kontrolle über den Hauptcomputer der Firma Encom übernommen, was die Handlung des Films auslöst. Übrigens ein weiteres Beispiel für künstliche Intelligenz im Kino, wie sie hier ja schon beleuchtet wurde. DOS war natürlich eine Anspielung auf MS-DOS, und V.I.N.CENT ist der sympathische kleine Roboter aus Das schwarze Loch.

Macs stabil gegen Wertverfall

Mac-User sind dem finanziellen Verfall ihrer Geräte zwar zum Glück nicht so stark ausgesetzt wie PC-User, doch altern auch Macs immer noch deutlich schneller als Kaffeemaschinen, Stereoanlagen, Wäsche oder selbst manche Konservendose im Kellerregal.

Die User des wirklichen Lebens lassen sich bezüglich ihres Upgradeverhaltens grob in drei Gruppen aufteilen:

Der "Early Adopter" muss stets sofort das neueste vom Sport besitzen, koste es, was es wolle. Dieser Typ verkauft zum Beispiel sein iPhone der ersten Generation, sobald die zweite Generation auf den Markt kommt, ohne Rücksicht auf finanzielle Verluste. Genauso verhält es sich bei diesem Typ mit den Rechnern, stets muss es "natürlich" das neueste Modell sein. Der Early Adopter profitiert hierbei im Mac-Bereich vom relativ geringen Preisverfall bei relativ jungen Geräten. So entstand ein solider Markt für gebrauchte Macs. Early Adopters wären bei Apple gerne "Launch Customers" und stünden somit in ständigem Kontakt mit der Entwicklungsabteilung, hofiert und um Input ersucht.

Am anderen Ende des Spektrums, also den Early Adopters diametral entgegengesetzt, befinden sich die Technologieverweigerer, in Ermangelung einer etablierten, aber höflichen Bezeichnung nennen wir sie mal "Obsoletiker". Dieser Typ User ist der Meinung, ein fünf Jahre alter Rechner sei "noch pfenniggut" und "gerade erst neu gekauft", und rüstet seine Hardware unter großem Lamento stets nur auf das absolut notwendige Minimum nach. Diese Gruppe sind meist dankbare Käufer antiker Lagerbestände von 4-GB-Festplatten oder diverser SCSI-Peripherie, die aufgrund ihrer schweren Erhältlichkeit meist auch noch mit dem Argument der langen Lagervorhaltung speziell für diese lieben Kunden teuer bezahlt werden muss. Der Obsoletiker telefoniert meist noch mit seinem ersten Siemens-Handy (mit grau-auf-grün-Display, Beleuchtung kaputt), streitet sich mit seinen Kindern, wenn diese "schon wieder" einen neuen Computer kaufen "müssen" und fragt sich insgeheim, wieso es nur noch so wenig Röhrenmonitore gibt.

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