Der eigenwillige Apple-Chef Steve Jobs gilt nicht gerade als öffentlichkeitsscheu. Seine Auftritte hinterlassen meist deutlich mehr Eindruck als die seiner direkten Konkurrenten.
Zur Auflösung des gestrigen Rätsels: Gefragt war nach dem Namen des Chefdesigners von Apple. Die richtige Antwort lautet Jonathan Paul Ive, da der Titel "Commander of the Most Excellent Order of the British Empire" (CBE), der Ive 2006 verliehen wurde, noch nicht zur Führung des "Sir" im Namen berechtigt. Die genauen Richtlinien und Abstufungen der britischen Orden finden sich bei Wikipedia, sind in der englischen Version aber besser erklärt.
In diesem Nikolaus-Kalenderblatt machen wir einen kurzen Abstecher ins Internet, bevor wir uns einem vernetzten Film, der stark mit Apple zu tun hat, widmen. Auch wenn in diesem Artikel zu keinen wirklich anrüchigen Webseiten verlinkt wird, sei doch erwähnt, dass der eine oder andere Link bei besonders zarten Gemütern Anstoß erregen könnte.
Wenn Apple eine Keynote oder auch nur einen kleinen Event zuhause in Cupertino abhält, spitzen sich sofort die Ohren der Mac-Gemeinde. Tritt Steve Jobs auf, so tut er es meist leger in Jeans, Turnschuhen und Pulli. Es scheint, als könne man durch seine anderen öffentlichen Auftritte, Gedankenspiele und Aussagen den echten Mensch hinter dem öffentlichen Jobs kennenlernen. Wären diese Zeugnisse nicht jederzeit im Internet nachzuschlagen, bliebe der CEO ein unbekannter Boss in einem fernen Land.
Detaillierte Kenntnis des guten Tons kann man Steve Ballmer zum Beispiel nicht unbedingt vorwerfen. Wem hängt nicht ungläubig die Kinnlade herunter, wenn dieser MulitmilliardärWindows 1.0 oder XP anpreist, den Entwickungsabteilungen Respekt zollt, bei einer Präsentation die Zuschauer zu motivieren versucht oder gekonnt die "I’m a Mac"-Werbekampagnekonterkariert? Lautstärke heißt nicht automatisch, dass man Recht hat. Immerhin kommen nette Musikvideos dabei heraus, auch wenn man nicht wirklich verstehen kann, wieso es Leute gibt, die diesem Mann freiwillig etwas abkaufen.
Bill Gates wiederum ist ganz klar weniger aufdringlich als Ballmer, zumindest zeigt er am Redepult die gebotene Ernsthaftigkeit, auch wenn er bisweilen großmütig die Vorzüge der Konkurrenz lobt. Auch Gates hat Sinn für Humor, auch wenn es ihn und Ballmer in der Öffentlichkeit meist härter trifft als Jobs. Das Internet hält gnadenlos alle auch noch so kleinen Peinlichkeiten über den einst reichsten Unternehmer der Welt vor.
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