Von Julian Reischl - 09.12.2008, 00:01

Adventskalender, 9. Dezember

Immer schön auf den Kurs achten

Die Börse ist eine stürmische Geliebte. Geschäftsleute kennen sich meist mit ihr aus, Banker spekulier(t)en dort mit unserem Geld, und der kleine Mann von der Straße schaut ganz gern mit dem Ofenrohr ins Gebirge.
Zur Auflösung des gestrigen Rätsels: Der 20th Anniversary Mac kam tatsächlich erst am 20. März 1997 in die Geschäfte, praktisch zum 21. Geburtstag des Unternehmens. Die weiteren, nicht uninteressanten Geschichten um diesen Rechner sind bei Wikipedia bequem nachzulesen.
Der Apple-Fan ist üblicherweise zufrieden mit seiner technischen Ausstattung, freut sich auf neue Modelle und geht ständig mit der Frage schwanger, ob und wann der Umstieg auf ein neueres Gerät sinnvoll ist. Außerdem wird gespart, denn zu Discounter-Schleuderpreisen gehen die guten Stücke nun mal nicht her.

Aktien auf Kurs

Wer aber sein zukünftiges finanzielles Wohlergehen im Auge hat, "macht in Aktien", wie man so schön sagt. Das aktive Investieren von beiseite gelegten Mitteln in aufstrebende Unternehmen zur Erzielung von Wertzuwachs ist gerade im Falle Apple eine ziemlich klare Angelegenheit - zumindest rückblickend gesehen.
Als das Internet für alle erreichbar wurde, kannte jeder im Grunde nur eine Webseite: Yahoo. Folgerichtig wäre es nicht unbedingt falsch gewesen, deren Aktien zu kaufen. Ebenso erging es uns mit Google, und dass Apple ein solides Unternehmen ist, hätte man spätestens bei Steve Jobs’ Rückkehr und dem iMac realisieren können.
Der Wink mit dem Zaunpfahl kam schon 1994: Forrest Gump höchstpersönlich kaufte, nachdem er ein Vermögen mit seiner Bubba Gump Shrimp Company gemacht hat (die übrigens wirklich gegründet wurde), Aktien von Apple: "Lieutenant Dan hat das Geld dann an der Börse angelegt, in irgendwas mit Obst." lautet die deutsche Version der hübschen Filmszene.
Tja, 1994 ist lange her. Wollte man als Privatanleger damals Aktien kaufen, musste man schon beim Filialleiter der Bank antreten, der einen zur Rede stellte, warum man denn mit den regulären Anlageprodukten des Hauses (festverzinsliche Wertpapiere, Sparbuch oder hauseigene Fonds) nicht zufrieden sei und sich offenbar für "was besseres" halte. Wäre man stur geblieben und sich dennoch die exotischen Wertpapiere von der anderen Seite des Globus einkaufen lassen, könnte man sich in vielen Fällen auf einer Menge Geld ausruhen, trotz Finanzkrise.
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