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Agfa kommt nicht aus den Startlöchern

14.06.1999 | 00:00 Uhr |

Zwei Wochen nach dem Börsendebüt dümpelt die Aktie des Imaging-Giganten Agfa-Gevaert AG immer noch unterhalb des Ausgabekurses. Das zu einem Preis von 22 Euro am 1. Juni emittierte Papier (Wertpapier-Kennummer 920 872) schloß am vergangenen Freitag mit 21,81 Euro. Ursache dafür ist möglicherweise die vorherrschende Flut von Neuemissionen auf dem Aktienmarkt, die viele Anleger eher mißtrauisch verfolgen. Abgesehen von den derzeit äußerst populären Werten des Neuen Marktes rutschen dabei nicht wenige Börsenneulinge bereits bei der Erstnotiz unter den Ausgabekurs. Bei der Agfa-Gevaert-Aktie waren die Erwartungen sogar so bescheiden, daß die Rabobank gar nicht erst Optionsscheine auf deren Neuemission ausgab.

Die Bayer-Tochter Agfa-Gevaert AG macht die Hälfte ihres Umsatzes mit Systemen für die Druckvorstufe, den Digitaldruck und das Desktop Publishing. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um sechs Prozent auf 4,3 Milliarden Euro und erwirtschaftete mit 262 Millionen Euro elf Prozent mehr Gewinn als im Vorjahr. Wegen diverser Aquisitionen in der jüngsten Zeit rechnet man für das laufende Jahr mit Umstruktierungskosten von 500 Millionen Mark. Agfa-Gevaert entstand 1964 aus der Fusion der Leverkusener Agfa AG mit der im belgischen Mortsel beheimateten Gevaert Photo Producten N.V. Der Börsengang von Agfa-Gevaert war der zweitgrößte in der deutschen und der größte in der belgischen Börsengeschichte. lf

Info: Agfa, Internet: www.agfa.de

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