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Passagierflugzeug muss Drohne ausweichen

04.03.2016 | 16:19 Uhr |

Innerhalb der letzten Jahre wurden strenge Richtlinien für das Fliegen der ferngesteuerten Flugdrohnen auferlegt. Ohne besondere Erlaubnis der zuständigen Sicherheitsbehörden dürfen die Drohnen eine Höhe von 150 Metern nicht überschreiten und auch nicht über staatlichen Einrichtungen, wie Gefängnissen oder Flughäfen, fliegen. Dass diese Richtlinien nicht ohne Grund bestehen, zeigt ein Vorfall in Paris.

Auf der Reise von Barcelona nach Paris wäre es am 19. Februar beinahe zu einer Kollision zwischen einem Air-France-Airbus und einer Flugdrohne gekommen. Laut Spiegel hat der Co-Pilot während des Landeanflugs auf den Pariser Flughafen Charles de Gaulle auf einer Flughöhe von fast 2000 Metern eine Drohne auf Kollisionskurs entdecken können.

Der Co-Pilot sah sich daher gezwungen, den Autopiloten auszuschalten und ein Ausweichmanöver einzuleiten. In dem Bericht des französischen Ermittlungs- und Analysebüro für die Untersuchung von Flugunfällen (BEA) heißt es, dass dadurch ein Zusammenprall vermieden werden könnte. Demnach konnte das Flugzeug der Drohne im letzten Moment um wenige Meter ausweichen. „Die Drohne sei daraufhin lediglich fünf Meter unterhalb des linken Flügels an dem Airbus A 320 vorbeigeschossen“, so der Spiegel.

Die BEA bezeichnet den Vorfall als „ernst“. Obwohl der Vorfall schon mehr als zwei Wochen zurückliegt, dauern die Ermittlungen immer noch an. Über die Anzahl der Passagiere, die sich zu diesem Zeitpunkt an Bord des Flugzeugs befanden, sowie über die Größe der Drohne wurde bisher noch nicht bekannt gegeben. Wenn man aber bedenkt, dass ein Flugzeug große Schäden nehmen kann, wenn ein Vogel in eins der Triebwerke gerät, mag man sich gar nicht ausmalen, was wohl bei einem Zusammenstoß mit einer Drohne hätte passieren können.

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