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Airport Extreme

19.02.2007 | 16:50 Uhr |

Die neue Airport-Extreme-Basisstation ist in aller Munde: Macworld hat sie getestet und Gizmodo einige Benchmarks durchgeführt.

Nicht alle Erfahrungen und Berichte beziehen sich auf den neuen WLAN-Standard 802.11n, der dem weißen Router im Mac mini-Design mehr Geschwindigkeit und Reichweite verschaffen soll. Auch darüber hinaus das Gerät einige Funktionen - und nicht alle kennt man bereits.

Dass Apple mit der neuen Airport-Extreme-Station einen schnelleren WLAN-Standard eingeführt hat - einen aktuellen Mac vorausgesetzt -, ist inzwischen hinreichend bekannt. Auch hat sich schnell herumgesprochen, dass das Gerät in Deutchland nur den halben Geschwindigkeitszuwachs dessen erreicht, was es in vielen anderen Ländern mehr kann. Doch es glänzt mit weiteren Schlüsselfunktionen: Die Station bindet über USB externe Festplatten und Drucker ins Netzwerk ein, mit Hilfe eines einfachen USB-Hubs auch mehrere. Und weitere Details kommen erst langsam ans Tageslicht, nachdem die ersten quadratischen Router bei den Anwendern angekommen sind und erste Tests über sich haben ergehen lassen.

Schneller durch 802.11n

Das Blog Gizmodo hat Ende letzter Woche eine Airport-Extreme-Station getestet und die Übertragungsgeschwindigkeit in mehreren Netzwerk-Konstellationen ausprobiert: Verglichen mit einem D-Link DGL-4300-Router (802.11g) schnitt sie hervorragend ab, was vor allem dem neuen 802.11n-Standard zu verdanken ist. Von einem MacBook mit Core-2-Duo-Prozessor auf ein anderes erreichten die Tester einen maximalen Durchsatz von 6 Megabyte pro Sekunde - im Vergleich zu den 1,34 Megabyte über einen 802.11g-Router ist das mehr als die vierfache Geschwindigkeit. Schlossen sie einen der Macs per Ethernet an die Station, waren sogar 7,3 Megabyte pro Sekunde möglich. In Deutschland dürfte die Station bislang allerdings weniger Daten pro Sekunde transportieren, schließlich kann sie auf Grund einer fehlenden gesetzlichen Freigabe die Kanalbreite im "Wide Channel"-Modus nicht auf 40 Megahertz verdoppeln.

Langsamer durch fehlendes Gigabit-Ethernet

Für die Übertragung großer Datenmengen vermisst Gizmodo Gigabit-Ethernet-Schnittstellen - andere Tester schließen sich dieser Meinung an. Dennoch zieht das Blog ein positives Fazit - mit einigen Einschränkungen: Nur wer auf die schnellen Ethernet-Verbindungen verzichten kann, keine Xbox 360 über Funk anschließen will ( wir berichteten ) und keinen alten Drucker sein Eigen nennt, für den keine Treiber zur Verfügung stehen, kann mit Apples neuer Airport Extreme rundum glücklich werden. Ein weiteres Problem für einzelne Anwender sei, dass die Station keine manuell eingegebenen MAC-Adressen ins Netz senden könne.

Festplatte freigeben: Ganz oder gar nicht

Macworld gibt der Station viereinhalb von fünf möglichen Punkten . Redakteur Glenn Fleishman kritisiert allerdings, dass man den Zugriff auf angeschlossene USB-Festplatten nicht auf einzelne Verzeichnisse beschränken könne. Für Heimanwender ist das wohl kein Problem, in kleinen Firmennetzwerken allerdings könnte man sich solch eine Funktion durchaus wünschen. Ein Plus hingegen sei, dass Festplatten auch im typischen Mac-Format HFS+ formatiert sein dürften und der Zugriff auch über Apples Personal-File-Sharing-Protokoll möglich sei. Das Magazin lobt die höhere Reichweite, in einem Test sei in neun Metern Entfernung und mit einer Wand dazwischen noch die maximale Signalsstärke angekommen - die hängt allerdings auch vom verwendeten Rechner ab, in diesem Fall ein MacBook. Kleinere Fehler, insbesondere bei der Administrierung, würden bereits auf ein Update hoffen lassen.

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