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Airport Extreme jetzt auch unter Linux/PPC

07.12.2005 | 11:36 Uhr |

Nach langer Wartezeit steht nun für Linux/PPC ein funktionierender, quelloffener Treiber für Airport Extreme-Karten bereit.

Linux Tux
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Da Broadcom, der Chiphersteller der Airport Extreme-Chipsätze, keinerlei Dokumentation oder technische Informationen zu ihren Chips zur Verfügung stellte und auch keine Binärtreiber für Linux veröffentlichte war die Linux-Gemeinde wie schon so oft zuvor auf Reverse Engineering angewiesen. Die Begründung von Broadcom für diese Haltung war, dass ihre Chips auch beim US-Militär im Einsatz sind, und deshalb eine Veröffentlichung der Spezifikationen sicherheitskritisch sein könnte.

Mit viel Aufwand hat die Linux-Community nun den in Airport Extreme-Karten eingesetzten und auch bei PC-WLAN-Herstellern populären bcm43xx-Chipsatz reverse engineert. Dabei war ein Team dafür zuständig, anhand der vorhandenen Windows- und Mac-OS-X-Treiber die technische Verhaltensweise des Chips zu analysieren und dokumentieren, ein völlig anderes Team war dann für die Programmierung der Linux-Treiber auf Basis der erstellten Dokumentation verantwortlich. Dieser sogenannte „Clean Room“-Ansatz soll verhindern, dass Patente und Rechte von Broadcom verletzt werden durch kopierten Code. Auf dieselbe Weise hat Compaq damals das BIOS des ersten IBM-PCs reverse engineert, was letztendlich der Startschuss für den heute milliardenschweren IBM-kompatiblen PC-Markt war.

Info Airport Extreme-Treiber für Linux/PPC

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