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Airport grenzenlos: Drahtlos surfen mit mehreren Basisstationen

26.04.2007 | 12:28 Uhr |

Apples neue Airport-Extreme Basisstationen sind schneller geworden, aber auch die Reichweite hat sich vergrößert. Wer dennoch mit Geschwindigkeitsproblemen kämpft, der kann sein drahtloses Netz durch Hinzufügen weiterer Airport-Stationen erweitern und bekommt so deutlich höhere Transferraten. Wir zeigen, wie Sie ein Wireless Distribution System (WDS) einrichten.

Die neuen Basisstationen von Apple setzen auf den Standard 802.11n (draft), der immer noch nicht endgültig verabschiedet ist. Bis zu fünfmal schneller soll ein solches Netz sein. Für drahtloses Videostreaming in hoher Qualität ist dies eine notwendige Voraussetzung.

Drahtlose Datenverbindungen (WLAN) sind eine feine Sache. Ob im Keller, im Wohnzimmer, unter dem Dach oder im Garten, überall bekommt man eine Verbindung zum Internet. Mit Airport und Airport Extrem (Apples Bezeichnung für ein WLAN) ist Apple Vorreiter in diesem Technologiebereich.

Dennoch hat ein Airport-Netz so seine Tücken. In den USA entwickelt, sind die Reichweiten der Basistationen naturgemäß auf typische US-Wohnumgebungen ausgelegt. Dort baut man Wohnhäuser meist aus Holz und nur selten sind sie unterkellert. In Europa, speziell in Deutschland sieht das hingegen ganz anders aus. Steinhäuser mit Stahlbetondecken dämpfen das WLAN-Signal häufig so stark, das eine einzige Basisstation nicht mehr ausreicht, um ein ganzes Wohnhaus inklusive Garten abzudecken. Doch auch für diese Extremfälle gibt es Lösungsansätze.

Airport-Netz erweitern

Macwelt-TV zeigt, wie's geht. Klick auf das Bild startet den Film
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Der Trick: man erweitert das Airport-Netz mit einer oder mehreren zusätzlichen Basisstationen, die man an strategisch günstigen Plätzen aufstellt. Die Hauptstation sollte dabei möglichst in der Nähe des Internetanschlusses stehen, also typischerweise direkt neben dem DSL-Router. Eine kurze Ethernet-Verbindung vom Router zur Hauptstation ist dabei die einzige notwendige Verkabelung, alle weitern Verbindungen laufen drahtlos. Meist reichen zwei Basisstationen aus, die zweite „entfernte“ Station stellt man möglichst so auf, dass sie gerade noch eine schnelle Verbindung zur Hauptstation aufnimmt. Wandert man nun im Haus umher, sucht sich der mobile Rechner die Station mit dem stärksten Signal heraus. Im günstigsten Fall geschieht Umschaltung zwischen den Stationen unbemerkt. Manchmal muss man den mobilen Mac kurz schlafen schicken und wieder aufwecken.

Reichen zwei Stationen nicht aus, kann man eine Dritte als so genannte Relais-Station (Vermittlung) einsetzen, die die Haupt- und die entfernte Station miteinander verbindet. Diese Station sollte man dabei räumlich zwischen der Haupt- und der entfernten Station platzieren. Ab drei Stationen spricht man von einem WDS (Wireless Distribution System). Wir wollen beide Möglichkeiten zeigen.

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