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Aktionäre verdächtigen T-Online, eigenen Aktienkurs gedrückt zu haben

28.04.2006 | 10:11 Uhr

Im Streit um die Verschmelzung von T-Online mit der Deutschen Telekom wollen Aktionäre auf der Hauptversammlung des Internetanbieters einen Sonderprüfungsantrag stellen.

Die "Financial Times Deutschland" berichtet, Aktionäre hätten den Verdacht, dass T-Online bereits vor Ankündigung der Fusion versucht habe, den eigenen Aktienkurs zu drücken. Das sagte Peter Dreier von der Kanzlei Dreier Riedel der Zeitung. Sie klagt im Auftrag von Investoren gegen die Verschmelzung.

"Es wurde versucht, T-Online billig zu reden", sagte der Anwalt. Dadurch habe die Telekom ihre Tochter preiswert übernehmen können. Den Aktionären sei ein Schaden im dreistelligen Millionenbereich entstanden. T-Online soll nach dem Willen des Hauptaktionärs Telekom mit der Festnetzsparte des Ex-Monopolisten verschmolzen werden.

Dreier sagte weiter, in der Sonderprüfung solle auch das Verhalten der Vorstände im Vorfeld genauer untersucht werden. "Der Informationsfluss zwischen den Telekom-Managern und denen von T-Online muss untersucht werden." Als Beispiel für eine mutmaßliche Absprache nannte Dreier die Internet-Telefonie (VoiP). In dieses Geschäftsfeld sei T-Online aus Rücksicht auf die Telekom erst sehr spät eingestiegen. (dpa/uka)

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