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Aktionärsberater kritisieren Apples Aufsichtsrat

04.05.2007 | 10:55 Uhr |

Gut eine Woche vor Apples Aktionärsversammlung am 10. Mai haben die Berater für institutionelle Investoren der Firma Institutional Shareholder Services (ISS) heftige Kritik an Apples Aufsichtsrat geübt und den von ihnen beratenen Aktionären empfohlen, bestimmten Mitgliedern des Kontrollgremiums die Stimme zur Wiederwahl vorzuenthalten.

Grund ist Apples Optionsskandal, im Aufsichtsrat vertretene Mitglieder der internen Untersuchungskommission sollen mit der Maßnahme abgestraft werden. Dabei handelt es sich um Millard S. Drexler, William V. Campbell, Al Gore, Arthur Levinson, Jerome B. York und den Google-Chef Eric E. Schmidt. Steve Jobs steht nicht auf der Liste von ISS, den Apple-CEO wolle man aber weiter in Bezug auf seine Verwicklung in die Affäre beobachten und womöglich noch eine Wahlempfehlung geben. Die Nein-Stimmen von Fonds-Managern dürften den kritisierten Aufsichtsratsmitgliedern kaum die Wiederwahl kosten, die ISS will zahlreiche negative Voten aber als "starkes Zeichen" für die Unzufriedenheit von Investoren verstanden wissen. Die ISS kritisiert Apple insbesondere dafür, keine Maßnahmen zu nennen, die eine Wiederholung der Rückdatierungsaffäre verhindern sollen. Ebenso schwiege sich der Mac-Hersteller über die Praktiken der Zuteilung von Aktienoptionen aus. ISS gibt nicht zum ersten Mal eine Wahlempfehlung dieser Art, schon im Jahr 2003 störte die Beraterfirma eine Aktienoptionsvergabe ohne vorherige Absprache mit Anteilseignern. Damals war auch Apple-CEO Steve Jobs auf der Liste der Kritiker.

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