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Aktivisten rufen Jobs zu Taten auf

08.03.2007 | 16:55 Uhr |

In einem offenen Brief hatte Steve Jobs die Abschaffung von Kopierschutzmechanismen gefordert. Die Organisation Free Software Foundation (FSF) nimmt den Apple-Chef jetzt beim Wort – und fordert ihn auf, die ersten Schritte zu unternehmen.

Die Aktivisten rufen Apple dazu auf, das eigene DRM-System (Digital Rights Management) Fairplay abzuschaffen. In einem ersten Schritt könnte Apple dies für Musik von unabhängigen Künstlern tun, fordert die FSF. Künstler, die bei keinem der großen Labels unter Vertrag stehen, würden auf einem DRM-System nicht bestehen. Weiter fordert die Gruppe, Steve Jobs solle auf Kopierschutz für Disney-Filme im iTunes Store verzichten. Als größter Einzelaktionär des Konzerns und Mitglied des Aufsichtsrats könnte der Apple-Chef dies durchsetzen, so FSF.

Sollte es Jobs mit seinen Forderungen wirklich ernst sein, so könnte er auch eine öffentliche Kampagne finanzieren, fordert die Gruppe.

FSF sieht die Meinungsfreiheit durch die aktuelle Gesetzgebung bedroht. Kopierschutz auf alle möglichen Medieninhalte mache es beinahe unmöglich, einen Radio- oder Fernsehbeitrag im Original wiederzugeben. Die Aktivisten rufen auf ihrer Webseite dazu auf, ihren offenen Brief an Steve Jobs zu unterzeichnen. Auf diese Weise soll öffentlicher Druck auf den Apple-Chef ausgeübt werden, auf seine Worte auch Taten folgen zu lassen.

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