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Alcatel: Drei Milliarden Euro Verlust erwartet

30.05.2001 | 00:00 Uhr |

Der große französische Telekomausrüster Alcatel
erwartet im zweiten Quartal 2001 einen Nettoverlust von etwa drei
Milliarden Euro. Dies teilte das Unternehmen nach Bekanntgabe des
Scheiterns der Fusionsgespräche mit dem US-Konzern Lucent
Technologies am Mittwoch in Paris mit. Dieser schwere Verlust habe
nichts mit den gescheiterten Gesprächen zu tun, hieß es in der
Mitteilung. Grund seien «außerordentliche Abschreibungen», die mit
dem veränderten Branchenumfeld zusammen hingen.

Der Verwaltungsrat des Telekomausrüsters bestätigte nach seiner
Sitzung am Dienstag die Konzentration des Unternehmens auf das
Telekomgeschäft. Bestätigt wurde auch die im April angekündigte
Trennung von der Handy-Produktion, die aus Kostengründen an den
amerikanischen Elektronik-Konzern Flextronics abgegeben werden soll.

Nach den gescheiterten Fusionsgesprächen wurde an der Wall Street
spekuliert, dass sich die beiden Großkonzerne nicht auf «eine Fusion
Gleicher» einigen konnten, wie sie von Lucent angestrebt worden war.
Es habe Differenzen über die Führung und Kontrolle einer fusionierten
Gesellschaft gegeben.
dpa

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