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Alle Neune: iMac in drei Farben und Größen

01.04.2015 | 06:19 Uhr |

Frühjahrskur: Apple renoviert den iMac, spendiert ihm drei Farben und führt wieder eine Zwischengröße ein.

Gut drei Wochen dauert es noch, bis die Apple Watch in den Handel kommt und noch etwas mehr eine Woche bis zum Verkaufsstart des Macbook 12 Zoll , mit einer neuen iMac-Generation legt Apple aber endlich wieder für anspruchsvolle Anwender im Office und Studio nach. Ein Retina-Display bietet Apple auf dem iMac seit letzten Herbst für den 27-Zöller, ab sofort aber auch für den 21,5-Zöller und in der neuen (alten) Zwischengröße von 24 Zoll. Um das Angebot abzurunden, bringt Apple auch noch die von iPad, iPhone und dem Macbook bekannten Farben Silber, Spacegray und Gold auf den Desktop.

Ohne Vorankündigungen hat Apple gestern Abend (Ortszeit Cupertino) die neuen iMacs Early 2015 angekündigt. Alle drei Modelle mit Bildschirmdiagonalen von 27 Zoll, 24 Zoll und 21,5 Zoll bekommen Intel-Chips der aktuellen Generation Broadwell und Retina-Displays. Diese unterscheiden sich jedoch in ihrer Pixelanzahl je nach Modell. Der 27-Zöller, offiziell iMac Retina 5K genannt, wartet wie bisher mit einer Auflösung von 5120 x 2880 Pixeln auf, der 24-Zöller oder iMac Retina 4K bringt es auf die herkömmliche Ultra-HD-Auflösung von 3840 mal 2160 Pixeln. Der 21,5-Zöller – einfach nur iMac Retina genannt – bietet nicht ganz die 4K-Auflösung, die 3440 x 1935 Pixel versprechen aber ebenfalls, dass man einzelne Pixel bei einem der Anwendung passenden Abstand nicht mehr wahrnehmen kann, Apples Definition von Retina-Display eben. Die Pixeldichte beträgt um die 200 ppi.

Die neuen iMacs sind jeweils in drei Konfigurationen zu haben, die Taktraten der verwendeten Core i5 der neuen Broadwell-Generation unterscheiden sich dabei. Der iMac Retina 5K ist wahlweise mit 3,2 GHz, 3,4 GHz und 3,5 GHz Taktrate zu haben, der iMac Retina 4K mit 2,7 GHz, 3,2 GHz und 3,3 GHz und der iMac Retina mit 2,4 GHz, 2,7 GHz und 3,0 GHz. Unterschiedlich sind dabei auch die Speicher, alle neuen Rechner sind aber mindestens mit einem 1-TB-Fusion-Drive und 8 GHz RAM bestückt, die Standardvarianten reichen bis zu einem 3-TB-Fusiondrive und 16 GB RAM. Optional lassen sich die Rechner aber mit bis zu 1 TB SSD-Speicher und 64 GB RAM ausstatten, gegen Aufpreis.

Drei Farben, drei Bildschirmgrößen und je drei Prozessorausstattungen: Apple weitet das Angebot an iMacs deutlich aus.
Vergrößern Drei Farben, drei Bildschirmgrößen und je drei Prozessorausstattungen: Apple weitet das Angebot an iMacs deutlich aus.

Am auffälligsten ist aber die Farbgebung der Macs. Wie bei iPhone, iPad und dem neuen Macbook 12 Zoll, kann man nun zwischen den drei Farbvarianten Silber (wie bisher), Spacegray (etwas dunkler und satter) und Gold (natürlich glänzend) auswählen. Erstmals seit den Zeiten des CRT-iMacs im Knuddeldesign zieht also wieder Farbe ins Portfolio ein. "Wir sind überwältigt davon, wie sehr unsere Kunden die Farbpalette lieben und wollen ihnen dieses Erlebnis nun auch auf dem Desktop ermöglichen," schwärmt Apple-CEO Tim Cook in der in der Nacht zum heutigen Mittwoch versandten Pressemitteilung. "Wer schon ein iPad Air 2 oder ein iPhone in Gold besitzt und ein goldenes Macbook 12 Zoll Retina bestellen will, kann sich nun geschmackssicher auch für einen goldenen iMac entscheiden - oder die Apple-Farbpalette beliebig kombinieren, schön sind alle Varianten," heißt es weiter. Und: "Unsere treuen Kunden aus der Kreativbranche hatten von uns zuletzt den Eindruck, wir würden sie vernachlässigen. Das Gegenteil ist der Fall, wie diese wunderschöne und innovative neue iMac-Palette zeigt."

Für jeden sollte etwas dabei sein, mit den drei Größen und den drei Farben hat man schon neun Modelle zur Auswahl, die drei unterschiedlichen Taktraten spannen eine dritte Dimension auf und die Optionen auf 27, von den diversen Build-to-Order-Möglichkeiten ganz zu schweigen. Die Rechnung geht aber noch weiter, schließlich kann man das Ganze noch mit drei mal zwei Macbooks kombinieren und mit drei mal drei iPads (auch noch mit und ohne SIM-Kartenslot) und drei mal drei iPhones, macht 26.244 unterschiedliche Ausstattungen mit Desktop, Laptop, Tablet und Smartphone – Apple ist etwas für Individualisten. Ganz schwindlig wird uns bei der Vorstellung, das auch noch mit Dutzenden von Apple-Watch-Ausprägungen zu multiplizieren - bald gleicht kein Apple mehr dem anderen.

Wermutstropfen: Die Preise der neuen iMacs sind im Euroraum wegen der derzeit schwachen Währung deutlich gestiegen. Zum Vergleich: Der bisher günstigste iMac Retina 5K kostete seit Oktober 2.600 Euro, das vergleichbare Broadwell-Modell vom Frühjahr 2015 schlägt mit 2.900 Euro zu Buche. Der iMac Retina (21,5 Zoll) kostet ab 1.500 Euro aufwärts, der iMac Retina 4K (24 Zoll) ab 2.200 Euro. Im Angebot verbleibt der "Einsteiger-iMac" mit einem nach wie vor schwachen 1,4-GHz-Dual-Core-Chip, statt 1.100 Euro kostet der aber nun 1.250 Euro.

Vorbestellen kann man die neuen iMacs ab sofort, Apple verspricht die Auslieferung in exakt einem Monat – am Freitag, dem 1. Mai stehen sie in den Stores. Bis dahin verkauft Apple iMacs zu den bisher gültigen Preisen.

Lesen Sie hier im Detail, worum es bei den neuen iMacs geht

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