973316

Alles Böse zum Geburtstag: Der erste Virus war für Apple II gedacht

17.07.2007 | 12:10 Uhr |

Vor 25 Jahren wurde Computergeschichte geschrieben, und zwar von keinem anderen als einem 15-jährigen Schüler. Richard Skrenta besuchte 1982 die 9. Klasse der Highschool in Pittsburgh und verschaffte sich mit einem Virus namens Elk Cloner internationalen Ruhm.

Elk Cloner war nichts weiter als ein kleines Programm, das den betroffenen Conputerbildschirm abdunkelte und ein siebenzeiliges, anscheinend vom Teenager selbst verfasstes Gedicht aufpoppen ließ. Das Gedicht im Wortlaut: "Elk Cloner: The program with a personality It will get on all your disks - It will infiltrate your chips - Yes it's Cloner! - It will stick to you like glue - It will modify ram too - Send in the cloner!" Der Virus wurde über Floppy-Disks verbreitet. Es richtete sich gegen den Apple II . Kein Wunder, denn es dauerte noch einige Jahre, bis dieses Bauprinzip als erster IBM-kompatibler Rechner auf den Markt kam. Wurde die Software auf der Floppy-Disk zum 50. Mal geöffnet, aktivierte sich das Virus. Schädlich war es nicht, um wieder normal arbeiten zu können, reichte es, den Rechner neu zu starten. Elk Cloner ließ alle Daten auf dem Rechner unversehrt und gab auch nicht heimlich Daten vom Gastrechner weiter. Ganz anders als seine aggressiven Nachfolger, denn - so Skrenta in seinem Blog "Man kann den Geist nicht wieder in die Flasche sperren. Der einzige Trost ist, dass er sowieso irgendwann herausgekommen wäre. Aber es macht Spaß, der gewesen zu sein, der ihn herausgelassen hat."

0 Kommentare zu diesem Artikel
973316