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Alternativer Browser aus Norwegen

25.09.2002 | 12:13 Uhr |

Sowohl für Symbian, Linux, Qnx als auch Windows produziert die norwegische Firma Versionen seines Browsers. Auch für die Mac-Plattform ist jetzt nach etwa 9 Monaten Pause eine neue Betaversion erschienen

Eine neue Version des Browsers Opera, laut Eigenwerbung "schnellster Browser der Welt" ist ab sofort erhältlich. Im Januar war die letzte Version des Multi-Plattformbrowsers für das Mac-OS erschienen, die neueste Betaversion bringt neue Funktionen. So unterstützt der Browser auch in der Mac-Version das so genannte Multiple Document Interface. Wie bei den Mozilla-Browsern und Netscape öffnen sich neue Internetseiten auf Wunsch innerhalb des alten Fensters. Eine gute Möglichkeit um den Überblick über eine Vielzahl an Internetseiten zu behalten.
Die Geschwindigkeit des englischsprachigen Browsers macht auf den ersten Blick einen hervorragenden Eindruck, obwohl laut Opera die vorliegende Betaversion noch nicht auf Geschwindigkeit optimiert ist. Nur gelegentlich hat der Browser Probleme, das Laden einer bereits vollständig angezeigten Seite zu beenden. Auch Java funktioniert bisher nur unter Mac-OS X 10.2. Nutzer des klassischen Mac-OS benötigen mindestens Mac-OS 9.1, die finale Version 5 war noch unter Mac-OS 7.5.2 lauffähig.


Gegenüber seinen Konkurrenten bietet der Browser Opera eine Vielzahl nützlicher Funktionen. So kann etwa mit einem Schieberegler eine Webseite mit zu kleiner Schrift vergrößert werden. Statt wie bei anderen Browsern nur die Schrift zu vergrößern wird hier die gesamte Zeite größer gezoomt. Praktisch ist auch die Vollbildansicht. Hier werden alle Menüleisten ausgeblendet und der Browser kann per Tastatur gesteuert werden - vor allem bei kleinen Bildschirmen eine interessante Surfvariante. Im Gegensatz zu den anderen typischen Mac-Browsern Netscape und Explorer ist Opera allerdings keine Freeware. Nach einer 30 Tage dauernden Testphase werden wahlweise in einem Fenster Werbebanner eingeblendet oder man zahlt den Kaufpreis von 39 US-Dollar. Ähnlich wie bei Mozilla und Netscape unterstützt die neue Version jetzt auch Skin. Neue Buttons oder Hintergrundbilder für den Browser stehen auf der Homepage von Opera zum Download bereit.
Ob sich der Browser gegen die kostenlose Konkurrenz und seine ebenfalls kostenpflichtigen Rivalen iCab und Omniweb durchsetzen wird ist allerdings fraglich. So werden Neuerungen wie integrierte Suchfunktionen oder Fenstermanagement sehr schnell von Konkurrenzprodukten übernommen.

Stephan Wiesend

Info: Opera www.opera.com

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