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Amazon zahlt 150.000 Dollar für gelöschte Hausaufgabe

05.10.2009 | 10:30 Uhr |

Weil Amazon zwei E-Books von den Kindle-Lesegeräten der Kunden gelöscht hatte, klagt ein Schüler gegen das Unternehmen. Mit dem Buch verschwanden auch seine Notizen und damit eine Hausaufgabe.

Amazon Kindle 2
Vergrößern Amazon Kindle 2

Nachdem Amazon auf den Kindle-E-Book-Readern seiner Kunden das Buch 1984 von George Orwell gelöscht hatte , weil der Verkäufer keine Rechte an diesem Buch besaß, war der Aufschrei bei den Betroffenen über diesen Ferneingriff groß.

Ein Schüler hatte durch die Löschung nicht nur das Buch, sondern auch die auf dem Kindle darüber erstellten Notizen für den Unterricht verloren und zog deswegen vor Gericht. Amazon hat sich nun mit dem Jugendlichen außergerichtlich geeinigt und wird 150.000 US-Dollar bezahlen. Darin enthalten sind die Anwaltskosten, die die Anwälte jedoch einem wohltätigen Zweck zukommen lassen werden. Welche Summe der Schüler selbst erhält, ist nicht bekannt.

Zudem verpflichtete sich Amazon, in Zukunft solche Löschungen nur noch dann vorzunehmen, wenn man von einem Gericht dazu verpflichtet werde. Im vorliegenden Fall hatte Amazon schon auf die Androhung rechtlicher Schritte mit dem Eingriff auf die Kundengeräte reagiert. Die Rechtslage in solchen Fällen ist kompliziert, Amazon ist als Händler jedoch für Urheberrechtsverletzungen mit verantwortlich.

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen der Gamestar

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