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Amazon bringt zwei neue Kindle-Modelle zum Lesen von Ebooks

02.10.2014 | 08:13 Uhr |

Amazon-Kunden haben bald die Wahl zwischen drei Ebook-Readern: Neben dem bisherigen Paperwhite gibt es einen neuen einfachen Kindle, nach oben rundet das Flaggschiff Kindle Voyage die Produktpalette ab.

Amazon hat zwei neue Ebook-Reader vorgestellt. Das neue, einfach Kindle genannte Modell ersetzt den Vorgänger und besitzt im Gegensatz zum diesem nun auch eine Touch-Oberfläche. Zudem wurde der interne Speicherplatz auf vier GByte verdoppelt und die Prozessorleistung erhöht. Der Kindle mit 6-Zoll-Display auf E-Ink-Basis kostet mit „Spezialangeboten“ 59 Euro – darunter versteht Amazon eingeblendete Werbebotschaften. Ohne Werbung beträgt der Preis 79 Euro, eine Displaybeleuchtung gibt es nicht, das Gerät kommt Anfang Oktober in den Handel.

Der neue Kindle Voyage besitzt neben einem hochauflösenden Display mit 300 dpi links und rechts Sensorschaltflächen, über man mit leichtem Druck weiterblättert.
Vergrößern Der neue Kindle Voyage besitzt neben einem hochauflösenden Display mit 300 dpi links und rechts Sensorschaltflächen, über man mit leichtem Druck weiterblättert.
© Amazon

Das neue Flaggschiff nennt sich Amazon Kindle Voyage, also etwas fürs Reisen. Der Kindle Voyage zeichnet sich zum einen durch ein etwas geringes Gewicht aus (180 statt 191 Gramm), ist mit 7,6 Millimeter Stärke deutlich dünner und verfügt über ein hochauflösendes Display mit 300 Pixel pro Inch. Die Front- bzw. Oberseite des Geräts bildet wie beim Smartphone eine glatte, durchgehende Glasoberfläche, die Rückseite besteht aus Magnesium. Ebenfalls neu sind tastenähnliche Sensoren an beiden Seiten, mit denen man durch leichtes Antippen Vor- und Zurückblättern kann. Der Fingerwisch auf dem Touch-Screen ist also nicht mehr erforderlich.

Amazon verspricht beim Voyage trotz beleuchtetem Display mehrere Wochen Akkulaufzeit. Der Preis beträgt 189 Euro, in der 3G-Version mit kostenloser, weltweit fast überall verfügbarer Mobilfunkanbindung 249 Euro, ab Anfang November wird das Voyage-Modell ausgeliefert. Unverändert weiter verkauft wird übrigens der Kindle Paperwhite mit beleuchtetem Display und einer Displayauflösung von 212 dpi, der sich mit 109 Euro preislich und funktional zwischen die beiden neuen Modelle einreiht.

Die E-Ink-Bildschirme lassen sich im Gegensatz zu LCD-Displays selbst draußen in der Sonne gut ablesen, zudem verbrauchen sie nur sehr wenig Strom.
Vergrößern Die E-Ink-Bildschirme lassen sich im Gegensatz zu LCD-Displays selbst draußen in der Sonne gut ablesen, zudem verbrauchen sie nur sehr wenig Strom.
© Amazon

Neue Lesefunktionen und Ausleihoption in der Familie

Ein Kritikpunkt am Amazon-Shop für Ebooks war bisher, dass man einmal gekaufte Bücher nicht weitergeben konnte – nicht einmal innerhalb der Familie. Das hat das US-Unternehmen nun geändert und bietet mit der Familienbibliothek erstmals die Möglichkeit, Bücher vom Amazon-Konto des Partners zu lesen bzw. an diesen oder die Kinder weiterzugeben – ganz so, wie das mit einem gedruckten Buch auch möglich ist.

Verbessert wurde auch die Suche, die Suchtreffer aus der Bibliothek und dem Kindle-Shop werden nun inklusive Vorschau auf nur noch einer Seite angezeigt. Schließlich erleichtert die Funktion Word Wise das Lesen bzw. Lernen in Englisch. Komplexere Vokabeln erscheinen automatisch in kurzen, einfachen Definitionen eingeblendet, sodass man weiterlesen kann, ohne das Wort nachschlagen zu müssen. Nicht verraten hat Amazon, ob bzw. wann man seine Ebook-Flatrate Kindle Unlimited auch in Deutschland anbieten wird.

Sechs Zoll haben sich als Bildschirmgröße bei Ebook-Readern etabliert. Amazon bleibt auch bei seinem neuen Topmodell Kindle Voyage für 189 Euro bei diesem Maß
Vergrößern Sechs Zoll haben sich als Bildschirmgröße bei Ebook-Readern etabliert. Amazon bleibt auch bei seinem neuen Topmodell Kindle Voyage für 189 Euro bei diesem Maß
© Amazon
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