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Amazons Kindle ist im Kommen

12.08.2008 | 14:57 Uhr |

Amazons E-Book-Lesegerät Kindle verkauft sich besser als erwartet. Zumindest verdoppelt ein Analyst der Citgroup die erwarteten Verkaufszahlen von 190.000 auf 380.000 Stück, 2010 könnten es gar 4,4 Millionen Geräte sein. Im Herbst könnte das Gerät auch in Deustchland dem E-Book-Markt auf die Sprünge helfen.

Laut TechCrunch hat Amazon bisher 240.000 Kindles seit November 2007 verkaufen können, trotz langer Lieferschwierigkeiten. Steve Jobs dürfte im Gegensatz zum Analysten hohen Erwartungen kritisch gegenüberstehen. In einem Interview äußerte der Apple-Chef, dass er keine große Zukunft für E-Books sieht - die Leute läsen einfach nicht mehr. Am Wochenende äußerte Ralf Kleber, der Chef von Amazon-Deutschland: "Wir wissen, dass viele Kunden auch außerhalb der USA daran interessiert sind, den Kindle zu kaufen, und dementsprechend wollen wir den Kindle auch in anderen Ländern zur Verfügung stellen." Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung spekuliert unter dem Titel "Amazon kopiert Apple" über einen Start des Lesegerätes zur Frankfurter Buchmesse im Oktober - zu diesem Zeitpunkt könnte auch die Version 2.0 des Kindle zur Verfügung stehen. Bisher sind die meisten E-Book-Versuche auf dem deutschen Markt auch durch die mangelnde Unterstützung der Verlage gescheitert - Amazon könnte durch seine beherrschende Stellung im Online-Buchhandelsverkauf allerdings eine größere Überzeugungskraft entwickeln. Eine der Schlüsselfunktionen des Lesegerätes ist die Möglichkeit, über eine kostenlose Mobilfunk-Verbindung elektronische Bücher einzukaufen - wer in Deutschland Kooperationspartner werden könnte, bleibt abzuwarten. Für eigene Inhalte können Anwender gegen eine geringe Gebühr die Dateien von Amazon konvertieren lassen. Alternativ bietet die Amazon-Tocher Mobipocket den kostenlosen Mobipocket Creator an, mit dem man diverse Formate in das Kindle-Format wandeln kann - die Software steht allerdings nur für Windows zur Verfügung.. Nach der letzten Preissenkung kostet das Gerät umgerechnet knapp 240 Euro, elektronisches aktuelles Lesefutter aus der Bestseller-Liste verkauft der Online-Händler vorwiegend für rund 6,70 Euro, zum Start will Amazon bereits 90.000 Titel angeboten haben.

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