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Analoge Quellen

30.06.2004 | 14:46 Uhr |

Auch Material von analogen Tonträgern lässt sich am Mac weiterverarbeiten, wenn man es zunächst digitalisiert. Mit etwas zusätzlichem Aufwand ist das aber kein Problem.

Sound Studio: Nicht nur die Aufnahme in diversen Formaten beherrscht die vielseitig einsetzbare Shareware, sondern auch die komfortable Bearbeitung von Audiodateien.
Vergrößern Sound Studio: Nicht nur die Aufnahme in diversen Formaten beherrscht die vielseitig einsetzbare Shareware, sondern auch die komfortable Bearbeitung von Audiodateien.
© 2015

von Matthias Zehden

Wer Langspielplatten, Compactkassetten oder andere analoge Medien im Schrank hat, kann deren Inhalte digitalisieren und im Mac weiterverarbeiten. Auf diese Weise lassen sich auch ältere Tonaufzeichnungen zur Vertonung von DVD-Projekten verwenden oder einfach nur digital archivieren. Um welche Art von Tonträger es sich dabei handelt, spielt prinzipiell keine Rolle. Die notwenigen Arbeitsschritte sind immer die gleichen. Zunächst muss das Abspielgerät mit dem Mac verbunden werden und dann braucht man noch eine Software, um die ankommende Musik oder Sprache aufzuzeichnen, wodurch sie dann am Ende digital vorliegt und sich im Computer weiterverarbeiten lässt.

Der Eingang

Als Erstes stellt sich die Frage, auf welchem Weg man die Signale in den Mac bekommt. Viele Macs haben bereits einen analogen Toneingang, der für den Hausgebrauch auch qualitativ völlig ausreichend ist. Leider hatte Apple diesen vorübergehend wegrationalisiert, so dass man den Eingang bei einigen Mac-Modellen nachrüsten muss. Hierfür bieten sich USB-Adapter an, die es in diversen Ausführungen gibt. Ein einfacher Typ ist zum Beispiel der iMic von Griffin, der sogar noch einen bei Bedarf zuschaltbaren Mikrofonverstärker enthält. Der Griffin- Adapter wird ohne zusätzliche Software direkt von Mac-OS X erkannt. Ein Beispiel für eine hochwertigere Lösung ist Emagics A62 m, der ebenfalls am USB-Port angeschlossen wird. Er besitzt gleich sechs Einund zwei Ausgänge, deren Wandler den Maceigenen qualitativ überlegen sind.

Audio-Quellen

Einfach: Der simple Audio Recorder nimmt den ankommenden Ton auf und bietet sogar eine Aussteurungsanzeige.
Vergrößern Einfach: Der simple Audio Recorder nimmt den ankommenden Ton auf und bietet sogar eine Aussteurungsanzeige.
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Je nachdem, welches Gerät für die Ausgabe benutzt wird, gibt es noch ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Während sich Tape-Deck, Videorekorder, Tuner und andere Geräte mit normalem Line-Ausgang direkt mit dem Eingang des Macs verbinden lassen, muss das Signal des Plattenspielers normalerweise erst noch verstärkt werden. Letzteres überlässt man am besten dem Hi-Fi-Verstärker, der hierfür einen speziellen Eingang bereitstellt. Die beste Verbindung mit der Hi-Fi-Analge erhält man, wenn der Verstärker noch einen freien Tape-Anschluss hat und man den Rechner dort anschließt. So lassen sich alle vorhandenen Geräte nutzen und außerdem noch der Ton des Macs über die Anlage ausgeben. Der Anschluss von Hi-Fi-Geräten erfolgt meist über Kabel mit Cinch-Steckern auf der einen und einem Stereo-Klinkenstecker mit 3,5 Millimeter Durchmesser auf der anderen Seite, das in jedem gut sortierten Warenhaus erhältlich ist. Für die schnelle Verbindung eignet sich übrigens auch der Kopfhöreranschluss, der oft noch den Vorteil hat, regelbar zu sein. Noch besser lässt sich der Pegel einstellen, wenn man das Signal durch ein Tapedeck schleift und dieses zum Aussteuern benutzt. So lässt sich der mögliche Dynamikumfang der Analog-digital- Wandler voll ausnutzen. Der umgekehrte Weg, ein leises Signal zu digitalisieren und die ses dann im Mac später rechnerisch zu verstärken, führt zu Einbußen in der Klangqualität.

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