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Analyst: Apple hat gute Chancen im digitalen Filmverleih

17.01.2008 | 12:13 Uhr |

Der Forrester-Analyst James McQuivey sieht Apple in einer guten Position im Markt für digitalen Filmverleih. Anders als bei anderen Gelegenheiten setze Apple zwar keinen neuen Trend sondern folge der Industrie, mit seiner Infrastruktur habe Apple jedoch Vorteile gegenüber der Konkurrenz von CinemaNow, MovieLink und Vudu.

"iTunes Movie Rental agiert in der bestmöglichen Umgebung", beschreibt Mc Quivey die Situation. "Millionen" potentieller Kunden würden bereits Geräte von Apple besitzen, hinzu kämen die Musikkäufer des iTunes Store, die Interesse auch an Leihvideos entwickeln könnten. Einen Haken sieht McQuivey jedoch im restriktiven Geschäftsmodell: Das 24-Stunden-Fenster für die Betrachtung des Filmes sei zu kurz. Stattdessen sollte Apple die Möglichkeit geben, für einen Dollar mehr die Mietzeit um weitere 24 Stunden zu verlängern. Eine andere Schwäche sei außerhalb der Kontrolle Apples: Neue Filme kommen erst 30 Tage nach der DVD-Veröffentlichung in das Downloadangebot. Die Filmstudios wollen ihr bröckelndes DVD-Geschäft nicht weiter schwächen und stellen keinem Downloaddienst die Inhalte früher zur Verfügung.

Die Konkurrenz sieht Apples Einstieg noch gelassen. Der Filmservice Vudu, der seine Inhalte nur mit Hilfe einer 400 US-Dollar teuren Box weitergibt, sieht sich laut ihrer Sprecherin Tara Wagner in punkto Angebot, Video-Qualität und HD-Verfügbarkeit im Vorteil. Vudu hat derzeit 5.000 Filme im Angebot, fünfmal so viele wie iTunes zum Start des Verleihs. Auch der DVD-Verleih Netflix, der 6.000 der 90.000 erhältlichen Streifen als Streaming für den PC anbietet, macht sch keine Sorgen wegen des iTunes Stores. "Wir wollen weiterhin die Nummer eins bleiben," verrät Netflix-Pressesprecher Steve Swasey unseren Kollegen von Macworld. Netflix ist laut McQuivey mit dem iTunes Store nur bedingt vergleichbar, basiert der Service doch auf einer monatlichen Gebühr. Wie Vudu will Netflix Mitte des Jahres eine Settopbox auf den Markt bringen, diese soll LG herstellen.

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