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Analyst: Apple plant Macbooks mit Flash-Speicher

08.03.2007 | 13:12 Uhr |

Apple wird nach Einschätzung von Analyst Shaw Wu noch in diesem Jahr erstmals einen Laptop mit Flash-Speicher statt einer Festplatte auf den Markt bringen.

Damit könnte ein überarbeitetes Macbook deutlich kleiner und Strom sparender ausfallen als bisher. "Unsere Quellen belegen, dass Apple ein Produkt in der zweiten Jahreshälfte einführen wird, um das starke Wachstum seiner Macbooks weiter voranzutreiben", schrieb Shaw Wu, Analyst vom unabhängigen US-Forschungsverband American Technology Research am Mittwoch (Ortszeit) in einem Report.

Erstmals hatte Apple 2005 NAND-Flash-Chips im iPod Nano verbaut. Die Geräte fielen um rund 60 Prozent kleiner aus als ihre Vorgänger. Flash-Speicher sind deutlich kleiner als Festplattenspeicher und ermöglichen bei weniger Strombedarf einen erheblich schnelleren Datenfluss. Bislang waren die kleinen Speicherchips aber vorwiegend in MP3-Playern oder Taschen-PCs zum Einsatz gekommen, da sie auch deutlich teuerer sind als herkömmliche Festplatten.

Notebooks könnten damit kleiner gebaut werden, da auch aufwendige Kühlungen nicht mehr wie bisher nötig wären. Dabei könnten sie unterwegs länger laufen. Bislang stand allerdings der hohe Preis der Flash-Speicher einem breiten Einsatz entgegen, der in den vergangenen Jahren jedoch im Sinkflug begriffen ist. Inzwischen setzen auch Speicherhersteller wie Samsung auf die Ersetzung von Festplatten durch Flash-Speicher in den mobilen Rechnern, um das Wachstum des rund 12 Milliarden Dollar schweren Chip-Markts weiter voranzutreiben. Nach Angaben von Bloomberg hat der südkoreanische Konzern bereits im vergangenen Jahr einen Laptop mit Flash-Speicher entworfen. Sollten Flash-Chips die Festplatte in Notebooks künftig zunehmend ersetzen, erhofft sich das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von 538 Millionen Dollar im Jahr 2006 auf 4,5 Milliarden Dollar zum Ende des Jahrzehnts. (dpa/mst)

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