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Analyst: Benutzeroberfläche von Vista ist Rückschritt

27.02.2007 | 13:03 Uhr |

Der französische Analyst Andreas Pfeiffer hält die Benutzeroberfläche von Windows Vista für einen Rückschritt gegenüber der von Windows XP.

Pfeiffer wertet Betriebssysteme anhand ihrer so genannten User Interface Friction (UIF), der "Reibung", die das System dem Anwender bei der Bedienung des Computers entgegen setzt. Windows XP habe sich diesbezüglich gegenüber Windows 98 verbessert, aber noch nicht die geringe Reibung des Mac-OS X erreicht, meint Pfeiffer. Windows Vista hingegen sei ein Rückschritt in Richtung Windows 98. Seine Wertung macht Pfeiffer etwas an Menü-Latenzen fest, der zeit, die das System braucht, um ein Menü auf dem Bildschirm zu präsentieren. In Windows Vista geschehe das nicht sofort, erklärt Pfeiffer in seiner am Montag veröffentlichten Untersuchung. "Das ist keine Frage der Rechnerleistung, sondern des Designs," kritisiert Pfeiffer. Die Bremse ist rasch ausgemacht: Der neue Grafiklayer Aero. In Standard-Benchmarks, in denen Pfeiffer misst, wie lange es dauert, Ordner zu öffnen oder Dateien zu löschen, arbeite Vista rund 14 Prozent langsamer als XP, wenn Aero lief. Bei der Maus-Präzision schneidet Vista gar um 30 Prozent schlechter ab als der Vorgänger. Im neuen System fänden es Anwender wesentlich schwerer, mit der Maus präzise auf ein Untermenü zu klicken. Schaltet man Aero ab und kehrt zum klassichen Look-and-Feel zurück, verbessere sich das System immerhin bei der Menü-Latenz, andere Werte blieben jedoch gleich schlecht und weit von denen von Mac-OS X entfernt.

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