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Analyst: Musikabo ist Chance für den Zune

18.09.2006 | 12:27 Uhr |

Rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft wird Microsoft seinen MP3-Player Zune als iPod-Konkurrent in den Handel bringen. Analysten sind sich über die Chancen des Geräts nicht einig.

Microsoft Zune
Vergrößern Microsoft Zune

Für einen kleinen Wettbewerbsvorteil hält Ted Schadler von Forrester Research das Abo-Modell, das Microsoft mit seinem kommenden Musikdownloadservice Zune Marketplace anbieten wird. Der Preis für das Song-Abonnement ist noch nicht bekannt, Schadler rechnet jedoch mit Zustimmung der Kundschaft, die einen ähnlichen Service vom iTunes Store nicht bekommt. Das integrierte UKW-Radio und die Möglichkeit, drahtlos Songs von Zune zu Zune zu tauschen, hält Schadler lediglich für "nett", diese vom iPod unterschiedlichen Merkmale seien jedoch nicht unerlässlich. Insgesamt sei der Zune eine "gute und glaubwürdige" Alternative zum iPod, für Apple spräche jedoch die starke Marke und die Marktdurchdringung des iPod. "Wer sich gerade ein Auto mit iPod-Integration zugelegt hat, wird sich kaum einen Zune kaufen", stellt Schadler klar.

Weniger Chancen räumt Shawny Chen von Current Analysis dem Player von Microsoft ein: "Er ist nicht so geschmeidig und sexy wie der iPod, und das ist einer der Gründe, warum der iPod so erfolgreich ist." Carol Baroudi von Hurwitz & Associates stimmt dem zu. Microsofts Problem bestünde darin, dass die Kunden weniger auf Design und Funktionalität sondern auf die Marke beim Kauf achteten. "Der iPod ist cool", der Zune käme mit zu geringen Unterscheidungsmerkmalen zu spät, Radio und WiFi würden nicht ausreichen, um den iPod ernsthaft anzugreifen.

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