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Analyst: Über zehn Millionen iPhones bis Ende September

03.09.2008 | 15:06 Uhr |

Der Marktforscher Gene Munster geht von einer rosigen Zukunft für Apple und Apple-Anleger aus.

Der Analyst Gene Munster von Piper Jaffray öffnet wieder die Kaffeesatz-Datei und erhebt Apples Aktien in den Alpha-Rang: Auf diese Liste wandern Papiere, die kurzfristig Gewinn versprechen. Munster sieht vor allem drei positive Signale. Eines fehlt allerdings noch und könnte auf einen Schlag die potentielle Käuferschicht verdoppeln: China Mobile ist wieder im Gespräch.

Die Munster-Analyse

Die derzeitige Back-to-School-Aktion , bei der Apple einen iPod Touch als kostenlose Dreingabe drauflegt, würde sowohl die Mac- als auch iPod-Verkaufszahlen beflügeln - andere Analysten unterschätzten diesen Effekt, behauptet Munster . Auch das bevorstehende Event am 9. September, zum Zeitpunkt der Analyse noch nicht bestätigt, könne den Umsatz steigern. Zudem beurteilt der Analyst die Entwicklung des iPhone 3G positiv, vor allem der russische Markt sei immens wichtig. Ob das iPhone dort allerdings vor 2009 erscheine, sei noch nicht sicher. Inzwischen sind mit dort mit Megafon und Vimpelcom zwei Provider offiziell bestätigt . Mit Mobile Telesystems fehlt hingegen noch der größte russische Provider. Im September-Quartal erwartet Munster 4,4 Millionen (erhöht von 4,1 Millionen) verkaufte iPhone-Modelle, im Dezember-Quartal dann 6,4 Millionen. Apple soll 2008 insgesamt auf die stattliche Zahl von 13 Millionen verkaufte Mobiltelefone kommen, 2009 sollen es gar 45 Millionen werden. Im Vergleich: Vom ersten Modell hat Apple im Jahr 2007 "nur" 3,71 Millionen Stück verkauft.

Das Millionen-Spiel

Anhand der Seriennummern ziehen auch andere Beobachter positive Schlüsse: AFB und Investor Villages AAPL Sanity haben diese ausgewertet und kommen zu dem Schluss, dass Apple bereits im September-Quartal die 10 Millionen-Grenze knacken könnte - drei Monate früher, als der Hersteller aus Cupertino sich zum Ziel gesetzt hat. Der wöchentliche Ausstoß liege bei 800.000 iPhones, bisher habe Apple 8 Millionen Geräte herstellen lassen. Allerdings geht es in dieser Statistik nur um produzierte, nicht um tatsächlich verkaufte Telefone.

Geflüster aus China

Fortune weiß auch über Verhandlungsfortschritte in China zu berichten. Laut AFP stehen Apple und China Mobile kurz vor dem Abschluss, andere Nachrichtenagenturen berichten dagegen von vorsichtig positiven Äußerungen des China-Mobile-Chefs Wang Jianzhou: "Steve Jobs und ich hoffen, dass das iPhone so schnell wie möglich China erreicht. Wir diskutieren das, haben aber noch keine Vereinbarung geschlossen." Ein erfolgreicher Abschluss in China könnte Munsters Analyse ein weiteres positives Argument liefern und nach jetzigem Stand die Absatzchance zumindest theoretisch verdoppeln. Immerhin hat China Mobile 600 Millionen Kunden, bisher spricht Apple in 43 Ländern 660,5 Millionen potentielle Käufer an. Trotz der Geflüsterlage fehlen weitere Informationen zu China Unicom, Gerüchte hatten einen Start im August beim drittgrößten Provider im Reich der Mitte prophezeit.

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