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Analyst: Verzicht auf Flash schadet dem iPhone nicht

18.03.2008 | 13:12 Uhr |

Obwohl viele Kundenwünsche sich um Flash auf dem iPhone drehen, hält der Analst Avi Greengart von Current Analysis die Technologie für nicht unbedingt notwendig.

Das iPhone sei ein „unwiderstehliches“ Internetgerät und es gebe einige gute Gründe für Flash, die derzeit für Mobiltelefone vorhandene Flash-Lite-Technologie von Adobe erfülle aber nicht die Erwartungen, die Anwender daran knüpfen. Flash Lite sei für Laptops konzipiert, meinte letzte Woche auf der Apple-Aktionärsversammlung auch Apple-CEO Steve Jobs und würde auf iPhones zu langsam arbeiten. Zudem spiele Flash Lite keine Inhalte im Flash-9-Format ab, für die meisten Youtube-Videos sei die Technologie nicht geeignet. Für Apple konvertiert Youtube große Teile seines Angebots in das Format H.264. Microsoft hingegen will es mit Flash Lite versuchen, neben Silverlight will der Softwareherstleler die Technologie in Windows Mobile integrieren. Hersteller wie Motorola, Samsung und LG haben Smartphnes angekündigt, die mit Flash umgehen.

Das kategorische Nein zu Flash auf dem iPhone hofft nun Adobe mit Hilfe des iPhone SDK aufweichen zu können. „Wir würden gerne Flash auf dem iPhone Sehen,“ insistiert Anup Murarka, bei Adobe für technisches Marketing für mobile Geräte zuständig. Man hoffe, das iPhone SDK könne eine Möglichkeit sein, Flash-Inhalte auf das iPhone zu bringen.

Ob nun das iPhone Flash beherrsche oder nicht, spielt laut Greengart bei der Kaufentscheidung keine Rolle. Die meisten Leute würden nur den Touchscreen beachten und nicht weiter nach technischen Details fragen. Apple müsse nur aufpassen, das iPhone als Wiedergabemedium für das „ganze Internet“ zu bewerben, Kunden könnten sich wegen der mangelnden Flash-Unterstützung von dem Versprechen enttäuscht sehen.

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