Asymco

Analyst befürchtet schlechte Zahlen für Apples erstes Quartal

08.01.2013 | 16:19 Uhr | Peter Müller

Apple wird am 23. Januar nach Börsenschluss in New York (22 Uhr MEZ) seine Bilanz für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 vorlegen.

 Traditionell ist der Dreimonatsabschnitt mit dem Weihnachtsgeschäft das stärkste der vier Quartale. Der Asymco-Analyst Horace Dediu befürchtet jedoch dass Apple keineswegs beeindruckende Rekordzahlen vorlegen werde, sondern die Erwartungen der Anleger enttäuschen werde - der Aktienkurs könnte so weiter unter Druck geraten. Apple hatte zuletzt mit Nachschubproblemen zu kämpfen, die Diskussion über die fehlerhafte Karten-App mag zusätzlich geschadet haben, argumentiert der Marktbeobachter. Dediu sieht mehrere Risiken für die Bilanz: Apple selbst habe im Oktober nur einen zurückhaltenden Ausblick auf das Geschäft gegeben, der Berichtszeitraum vom 30.9. bis 31.12. ist zudem eine Woche kürzer als der in der Vorjahresbilanz und schließlich habe Apples Strategie "mehr Märkte denn je mit mehr Produkten denn je" zu fluten, zu Verknappungen der Ware geführt. Apple habe darüber hinaus mit Problemen in der Produktion zu kämpfen, die auf die Marge drückten und habe nicht zuletzt wegen des komplizierten Verhältnisses zu Samsung mehr für Komponenten ausgeben müssen.

Dediu rechnet für das erste Quartal mit 55,5 Millionen verkauften iPhones, 24,2 Millionen iPads, 5 Millionen Macs und 11,2 Millionen iPods, der Gesamtumsatz soll bei 60 Milliarden US-Dollar liegen.

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