968356

Analyst sieht Apple im iTunes-Store gutes Geld verdienen

25.04.2007 | 10:34 Uhr |

99 Cent kostet ein Song im iTunes-Store für den Käufer in den USA. 69 Cent davon bekommt der Musikverlag, zehn Cent die Kreditkartenfirma, für Bereitstellung und Transport zahlt der Store-Betreiber Apple fünf und noch einmal fünf Cent gehen an Personalkosten drauf. Was bleibt? Eine interessante Gewinnmarge von zehn Prozent.

Diese Rechnung stellt PacificCrest-Analyst Andy Hargreaves auf und will damit seine Anleger davon überzeugen, dass Apple deutlich mehr am iTunes-Store verdient, als das Unternehmen aus Cupertino bisher einräumt.

Bislang stellt Apple selbst den Store als Geschäftsmodell dar, mit dem man eine "schwarze Null" einfährt - und widerspricht nicht der Darstellung, dass das Angebot an legal ladbaren, aber mit Kopierschutz versehenen Medien eher ein Kaufargument für den iPod sei. Hier sehen Marktbeobachter eine Marge von rund 30 Prozent für den Hersteller. Dass sich auch mit dem iTunes-Store gutes Geld verdienen lässt, versucht jetzt der Analyst Andy Hargreaves zu belegen und macht gegenüber den Kunden des Investmenthauses PacificCrest jene Rechnung auf. Wenn Apple die Kosten für den Bezahlvorgang drücken könne, so glaubt Hargreaves, dann werde sich der iTunes Store zu einem Goldesel entwickeln. Erste Anzeichen hierfür sieht der Analyst in dem guten Verkauf von Geschenkkarten, die ein Prepaid-Guthaben darstellen. Für den Einzelverkauf von Songs fallen vergleichsweise hohe Kosten an die Kreditkartenfirmen an und dies "ist der wichtigste Grund, warum iTunes in der Vergangenheit keine höhere Profitabilität gezeigt hat", zitiert Apple Insider aus dem Analysten-Bericht. Früher seien rund ein Viertel des Verkaufspreises an Mastercard und Co gegangen, der Analyst sieht Apple in Zukunft noch günstigere Konditionen für sich aushandeln, etwa durch Sammeltransaktionen. Am Horizont sieht Hargreaves eine größere Neuerung in den Store einziehen und vermutet - wie andere Beobachter auch - die Einführung eines Abo-Modells für Musik, vergleichbar den Geschäftsmodellen von Napster. Als Zeitpunkt vermutet der Analyst gar den Geburtstag des Stores am 28. April und glaubt, dass dies sogar noch dieses Jahr passiere - festlegen will er sich nicht. 2008 feiert der iTunes Store sein Fünfjähriges: Bis dahin dürften dann schon zahlreiche Kunden das iPhone in den Händen und an die Ohren halten und über drahtlose Netzwerke sogar unterwegs Musik und Filme laden können.

0 Kommentare zu diesem Artikel
968356