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Analysten-Logik: Nicht lieferbares iPhone ist gut für Apple

25.07.2008 | 11:12 Uhr |

Das iPhone ist nicht ausverkauft, weil Apple zu wenige Geräte liefern kann, sondern weil die Nachfrage zu hoch sei. So die Einschätzung der Wirtschaftsanalysten.

Tim Cook, Leiter der operativen Geschäfte bei Apple, gab am Montag zu, dass das iPhone 3G teilweise ausverkauft sei. Es war die Präsentation der Quartalszahlen . Cook weiter: "Dies liegt an der überwältigenden Nachfrage". Man sei begeistert von dem was man da sehe. Der Analyst Kevin O'Marah von AMR Research stimmt zu. Er ist Experte für Vertriebswege und sieht keinen Fehler bei Apple. "Die Hauptursache ist die hervorragende Nachfrage. Apple hat beim Aufbau der Versorgungskette gute Arbeit geleistet". So gesehen sei der Ausverkauf positiv.

Im aktuellen Report der Firma AMR steht Apple auf Platz eins der Unternehmen. AMR bewertet die Versorgungsketten und Vertriebsinfrastruktur von Herstellern. Ironischerweise wurde Apple vor allem wegen ihrer digitalen Vertriebswege so gut bewertet - ausgerechnet der Knotenpunkt, der sich beim Start des iPhone 3G als Achillesverse herausstellte . Viele potenzielle Kunden sehen O'Marahs Einschätzung anders. Wenige Geräte pro Ladengeschäft, Meldungen von möglicherweise wochenlangen Lieferengpässen , Kunden, die bereits Grundgebühr zahlen, aber kein iPhone bekommen : Das sorgt für Unsicherheit bei den Kunden.

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