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Analysten: Mac-OS X ist Schlüssel zu Apples Erfolg

31.10.2007 | 13:07 Uhr |

Analysten warnen davor, Mac-OS X 10.5 Leopard zu unterschätzen. Das Betriebssystem bleibe die Basis für Apples Erfolg, wenn das auch in Zeiten, in denen Apple mit Unterhaltungselektronik glänzt, ein wenig untergehen mag.

"Mac-OS X ist der Schlüssel für Apples Botschaft zur Integration von Hardware, Software und Services," betont Ross Rubin von der NPD Group. Ohne Mac-OS X wären Macs einfach nur "hübsche Windows-PCs". In einem Jahr, das neue iPods und iPhones brachte, sei der Leopard weniger auffällig, meint Michael Gartenberg von Jupiter Research, aber "deshalb nicht weniger wichtig". Den Erfolg des Betriebssystems müsse man an mehreren Kriterien messen, erklärt Rubin. Nicht nur die Verkäufe der DVDs mit dem Leoparden seien in Betracht zu ziehen, sondern auch die mit dem neuen System ausgelieferten Rechner und schlussendlich der Anteil der Mac-Besitzer, die den Leoparden einsetzen. Apple hatte zuletzt von Betriebssystemversion zu Betriebssystemversion deutlich zulegen können, der Tiger habe sich zu 30 Prozent besser verkauft als der Panther und zu 100 Prozent besser als Mac-OS X 10.2 Jaguar. Apple habe jedoch in der gleichen Zeit auch an Mac-Verkäufen zugelegt, das Septemberquartal 2007 war mit 2,2 Millionen verkauften Rechnern das bislang beste der Firmengeschichte.

Obwohl es Apple mit der installierten Basis von Windows lange noch nicht aufnehmen kann und Leopard daher weit hinter Vista in den Verkäufen zurückbleiben werde, vergleiche Cupertino sein Betriebssystem gerne mit dem aus Redmond. Dies sei umso mehr der Fall, als dass Leopard das erste System sei, das Apple für seine Intel-Macs entwickelt habe, meint Ross Rubin. Der Intel-Umstieg habe den Mac für Windows-Anwender attraktiver gemacht – diese erlebten nun ihr erstes Mac-OS-X-Upgrade. Apple könne hier einen starken Eindruck hinterlassen, insbesondere im Vergleich zu Microsofts Systemupgrades: "Allgemein ist ein Update für Mac-OS X weniger komplex als etwa der Umstieg von XP auf Vista." Das kann auch Michael Gartenberg bestätigen: "Wir sehen keine Käufer, die sich einen neuen Mac kaufen und nach einem System-Downgrade verlangen, wie es bei manchen Vista-Usern der Fall war."

Nicht zuletzt die Anwender könnten Apple zum Erfolg des Leoparden verhelfen, meint der Analyst J.P. Gownder von Forrester Research. Während PC-Anwender wenig von Betriebssystemen verstünden, wäre das im Mac-Bereich etwas anderes. Enthusiasten würden die öffentliche Meinung steuern, die Community habe großen Einfluss auf den Markt.

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