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Analysten: Nokia zwingt Apple zum iPhone

15.08.2006 | 13:02 Uhr |

Die Übernahme des Online-Musikserviceproviders Loudeye durch den finnischen Handy-Hersteller Nokia zwingt Apple dazu, selbst in den Mobilfunkmarkt einzusteigen, meinen Analysten.

Nokia N93
Vergrößern Nokia N93

Mark Mulligan von Jupiter Research hält die Loudeye-Akquise für eine weitere schlechte Nachricht für Apple, das schon durch den französischen Gesetzgeber, nordeuropäische wie deutsche Verbraucherverbände und Microsofts Zune-Ankündigung sein iPod-Geschäft in den letzten Monaten bedrohet sehen musste. Nokia setze seine Duftmarke im Musikgeschäft über den mobilen Zugang, meint Mulligan, Apple müsse nun seinerseits reagieren. Die Investmentbank UBS rechnet damit, dass der Mac-Hersteller spätestens in der ersten Jahreshälfte 2007 mit einem iPhone kontern werde. Unter allen möglichen neuen Apple-Produkten sei ein iPod mit Telefoniefunktion das mit dem höchsten Potential, im Handy-Weltmarkt seien insgesamt 800 Millionen Geräte jährlich abzusetzen.

Die Finanzwebsite The Motley Fool schlägt Apple vor, wie nach dem Desaster mit der Lizensierung von iTunes an Motorola die Geschäfte mit dem iPhone beser laufen könnten als mit dem Rokr. Cupertino müsse ein Joint Venture mit einem Telekomspezialisten bei der Entwicklung und dem Vertreib des iPhone eingehen und weiterhin die strikte Kontrolle über Software und Hardware behalten.

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