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Analysten erwarten zu viel

15.04.2005 | 13:28 Uhr |

Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen am Mittwoch, mit dem Apple erneut seine eigenen Prognosen und die Erwartungen der Finanzwelt übertroffen hatte, ist die Apple-Aktie an der Nasdaq deutlich gefallen.

Der Analyst Shaw Wu von American technology Research erklärt seinen Kunden den Effekt damit, dass Investoren nicht mehr den Voraussagen Apples zu Umsätzen und Gewinnen glauben. Anstatt dessen rechnen die Anleger im Stillen mit weit höheren Zahlen, die Apple jedoch nicht erreiche. Der Kurs der Apple-Aktie sei daher nicht von den offiziellen Prognosen in die Höhe getrieben, die optimistischen Erwartungen der Anleger seien für die Hausse verantwortlich gewesen. Nun zögen sich Investoren jedoch zurück, in Erwartung härteren Wettbewerbs für Apple. In Zukunft werde der Mac-Hersteller seine zurückhaltenden Prognosen nicht mehr so weit übertreffen, prognostiziert Wu. Seinen Kunden empfiehlt der Analyst, die Apple-Aktie zu halten, das Preisziel legte er auf 46 Dollar fest.

Ein wenig enttäuscht von den Verkäufen der iPod-Division zeigte sich die Banc of America. Trotz des guten Starts des iPod Shuffle habe Apple speziell im März weniger Anteile im Markt hinzugewonnen als am Anfang des Jahres. Man müsse die Prognosen für den Gesamtmarkt der MP3-Player überdenken, meinen die Analysten der Bank. Bisher war man von 50 Millionen Einheiten im Jahr 2005 ausgegangen und von 60 Millionen verkauften MP3-Playern in 2006.

Nach einem Verlust von 3,78 Dollar oder 9,21 Prozent ging das Papier gestern an der Nasdaq mit 37,26 Dollar aus dem Handel. In Frankfurt fielen Anteilsscheine des Mac-Herstellers um 3,18 Euro oder 9,92 Prozent auf 28,87 Euro.

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