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Von Peter Müller - 11.09.2007, 12:47

Analysten rechnen mit weiteren Preissenkungen für das iPhone

Nach Ansicht von Analysten hat Apple auf den Unmut vieler early adopter über die Preissenkung für das iPhone schnell und richtig reagiert, im Handymarkt seien derartige Preissenkungen aber nicht unüblich.
Der unabhängige Telekom-Analyst Jeff Kagan sagte unseren Kollegen von Macworld, die Preissenkung sei keine Überraschung gewesen. "So läuft eben das Handy-Geschäft – so ist es immer gelaufen. Ich verstehe die Aufregung nicht." Das Razr von Motorola habe zu seinem Verkaufsstart auch 500 US-Dollar gekostet und sei mittlerweile mit einem Zweijahresvertrag von AT&T für 50 US-Dollar zu haben, erläutert Kagan. Roger Kay von Endpoint Technologies hält den Vergleich für nicht korrekt: "Ein Produkt zu einem Premium-Preis einzuführen und spätern nachzulassen, macht Sinn, aber nicht nach zwei Monaten und gleich um ein Drittel." Das Razr sei kein gutes Beispiel, den Motorola habe mit dem Preis auf den harten Wettbewerb reagieren müssen, während Apple mit dem iPhone alleine da stehe. Egal, wann eine Preissenkung gekommen wäre, die Kunden hätten sie so oder so gehasst, ergänzt Kagan fatalistisch.
Gene Munster von Piper Jaffrays glaubt auch nicht, dass Apple mit einer späteren Preissenkung weniger Unmut erzeugt hätte. Unter den Kunden gäbe es zwei Gruppen. Die einen wüssten, auf was sie sich eingelassen hätten und die anderen fänden immer einen Grund zur Klage: "Egal ob Batterie oder Bildschirm, da ist immer irgendetwas."
Den Grund für die Reduktion des iPhne-Preise um 200 US-Dollar auf 399 US-Dollar haben die Marktbeobachter im anstehenden Weihnachtsgeschäft ausgemacht. Traditionell verkauft sich der iPod im vierten Quartal am Besten, das iPhone soll mit dem attraktiveren Preis es dem iPod gleichtun und sich im Markt besser positionieren. Spekulationen um schleppenden Absatz weiß Apple zurück und gab gestern den Verkauf des millionsten iPhones bekannt.
Weitere Preissenkungen werden in naher Zukunft anstehen, meint der Telekom-Analyst Jeff Kagan. Das gehöre zum Zyklus des Geschäfts dazu, ein Produkt zu einem hohen Preis einzuführen, den Preis zu senken, ein neues Produkt mit erweiterten Funktionen zum alten hohen Preis einzuführen und das ursprüngliche Produkt weiter zu verbilligen. "So macht man die Produkte den Kunden schmackhaft."
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