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Analysten von Office für das iPhone enttäuscht

17.06.2013 | 10:30 Uhr |

Microsofts Vorstoß in Sachen Office kommt zu spät und zielt an den Bedürfnissen der Verbraucher vorbei, sind sich führende IT-Analysten einig.

Es sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, doch hätte Microsoft eine voll funktionsfähige Office-Version für das iPad zusammen mit dem iPhone-Office bringen sollen und das schon viel früher, meint etwa der Forrester-Analyst Frank Gillett gegenüber dem IDG News Service. Ein Nachteil des Angebots sei zudem, dass es nur für Abonnenten von Office 365 bereit stehe, wer sich eine boxed Version von Office 2011 (für den Mac) oder Office 2013 zugelegt habe, schaue in die Röhre. Das 20 US-Dollar kostende Quick Office für iOS von Google sei daher das attraktivere Angebot, meint Gillett. Microsoft will vermutlich immer noch den Absatz von Windows 8 schützen und ein Alleinstellungsmerkmal für Windows-Tablets erhalten, laut Gillett wird die Rechnung aber nicht aufgeben. Wegen Office werde kaum ein iPad-Nutzer zu Windows-Tablets wechseln, auch bisher habe das Fehlen von Office nicht dem Verkauf des iPad geschadet.

Gillets Gartner-Kollege Michael Silver meint, die Strategie zeige die Zerissenheit der Ofifce-Abteilung bei Microsoft, die nicht wisse, ob sie ihre Software verkaufen oder besser Windows stützen solle. Wenigstens zeige die Ankündigung, dass Microsoft über Office außerhalb der Windows-Welt nachdenke und vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt die Bürosoftware auch auf das iPad bringe. Bisher bietet Microsoft nur die funktional eingeschränkten Web-App-Varianten, die sich im Browser bedienen lassen, für iPads an.

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