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Analystenmeinung zum Vista-Effekt auf den Mac

15.02.2007 | 12:09 Uhr |

Gene Munster kann sich nicht entscheiden: Wird Windows Vista einen entscheidenden Einfluss auf den Aktienkurs und den Marktanteil von Apple haben? Oder wird Mac OS X 10.5 "Leopard" einen entscheidenden Einfluss auf den Aktienkurs und den Marktanteil von Apple haben? Das fragt sich der Apple-Chefanalyst des Investmenthauses Piper Jaffrey: Seiner Meinung nach tritt beides ein.

In einer Anlegerinformation wies der Analyst die Kunden des Hauses Anfang der Woche darauf hin, dass Windows Vista zum Marktstart einen signifikanten Einfluss auf den Marktanteil von Apple-Hardware haben werde. 50 Best-Buy-Filialen hat er selbst unter die Lupe genommen. In den meisten Filialen des Mediadiscounters läuft der Verkauf von Windows Vista schlecht - aber gut dafür der Abverkauf von neuen PCs, die bereits mit Microfts neuem Betriebssystem ausgeliefert werden. Der Grund ist nicht nur Munster klar: Vista stellt so hohe Anforderungen an die Hardware, dass selbst wenige Monate alte PCs nicht oder nur eingeschränkt sinnvoll mit dem XP-Nachfolger arbeiten können. Seine Vorhersage lautet deshalb: Wegen der anziehenden Vista-PC-Verkäufe wird Apples Marktanteil bei neu verkauften Computern von 2,5 Prozent im Dezember auf 2,3 Prozent im März fallen. Doch nur wenige Stunden folgte die "Entwarnung": Mit Mac OS X 10.5 werde wieder alles besser - wenn es denn in den Läden zu bekommen ist. Munster rechnet mit einem Verkaufsstart Ende April und schätzt das Erlösvolumen für Apple bis zum Ende des Geschäftsjahres auf 456 Millionen US-Dollar dank 9 Millionen verkaufter Leopard-Kopien. "Der Einfluss von Windows Vista wird im Juni verblassen und der Marktanteil des Macs genau dann wieder steigen."

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