T-Mobile und Google stellen mit dem HTC Dream G1 in New York das erste Android-Handy vor. Das Smartphone will Geräten von Nokia, Windows-Mobile-basierten Smartphones und vor allem dem iPhone von Apple Konkurrenz machen.
Wer mit seinem Handy nicht nur telefonieren will, sondern ein Mobiltelefon mit einem richtigen Betriebssystem und vielen Features möchte, kann bisher zu Symbian-Handys von Nokia und anderen Herstellern, zu Smartphones mit Windows Mobile, zu einem Blackberry, vielleicht auch zu einem Linux-basierten Handy, zu einem Palm oder eben zum iPhone 3G greifen. Doch mit Android geht nun eine neue Plattform an den Start, die das Internet mit all seinen typischen Anwendungen auf das Handy bringen will.
Google und T-Mobile wollen 400.000 Android-Handys bis Ende des Jahren 2008 verkaufen - das wäre dann ein Marktanteil von rund vier Prozent. Verkaufsstart ist in den USA Ende Oktober sein, in Deutschland kommt das G1 im ersten Quartal 2009 auf den Markt. Das HTC Dream ist etwa 160 Gramm schwer, bietet eine Bildschirmauflösung von 320x480 Pixel, verfügt über einen GPS-Chip und eine Kamera mit 3,1 Megapixeln. Der interne Speicher ist 8 Gigabyte groß, die Steuerung erfolgt über einen verschiebbaren Touchscreen unter dem eine volle Tastatur bereit steht. Eine Videofunktion fehlt, Wifi-Support ist dagegen vorhanden. Das HTC Dream G1 kostet in den USA 179 US-Dollar mit Vertrag. Für 35 US-Dollar im Monat ist eine Flatrate für die Internetnutzung und SMS zu haben
Die über 30 Unternehmen, die am Android-Betriebssystem und dessen Handys mitarbeiten, sind in der Open Handset Alliance zusammengeschlossen. Mitglieder der "Open Handset Alliance sind unter anderem T-Mobile, Intel, HTC, Motorola, LG, Samsung, aber auch Ebay und natürlich Google. Technisch basiert Android auf dem freien Betriebssystem Linux, das sich seit vielen Jahren als leistungsfähige und stabile Konkurrenz zu Windows auf Desktop-PCs und besonders im Servereinsatz bewährt hat, wo Linux einen bemerkenswert großen Marktanteil behauptet. Die für Android entwickelten Anwendungen werden in Java programmiert. Diese Programmiersprache wird von Sun entwickelt und dürfte die derzeit meisteingesetzte Programmiersprache überhaupt sein. Android kann sich also auf eine erprobte Basis stützen.
Die Experten sind sich über die Auswirkung des Android-Handys auf Apples Geschäfte nicht einig. Während Walter Mossberg das HTC Diamond G1 für eine echte Alternative zum iPhone hält, sieht Gene Munster von Piper Jaffray keine Gefahr für das Apple-Handy.
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