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Nokia verkauft Firmenzentrale in Finnland

05.12.2012 | 11:01 Uhr |

Nokia braucht offensichtlich Geld: Der finnische Smartphone-Hersteller Nokia verkauft seine Unternehmenszentrale, um sie anschließend wieder zurück zu leasen.

Schon seit längerer Zeit läuft es für Nokia nicht so gut, der einstige Handy-Primus muss zusehen, wie Samsung und Apple das Smartphone-Geschäft bestimmen. Die Entwicklung neuer Windows-Phone-8-Smartphones kostet zudem Geld. Dieses Geld will sich Nokia unter anderem durch eine Maßnahme verschaffen, zu der Unternehmen in Notzeiten immer wieder greifen: Sie verkaufen ihre Immobilien.

Wie die FAZ online berichtet, verkauft Nokia seine Firmenzentrale im finnischen Espoo. Und least das Gebäude anschließend wieder zurück.

170 Millionen Euro zahlt das Immobilienunternehmen Exilion für das Gebäude an Nokia. Der Verkauf soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Nokia besitzt die 48.000 Quadratmeter große Firmenzentrale seit 1997. Die Finnen begründen den Verkauf damit, dass Immobilieneigentum nicht zu ihrem Kerngeschäft gehöre. Ausziehen wolle Nokia aber nicht, das Gebäude werde wie gehabt weiter genutzt.

Laut FAZ ist das nicht die erste Finanzmittelbeschaffungsmaßnahme der letzten Zeit. Nokia hatte sich zuvor bereits mit einer Wandelanleihe neues Geld besorgt.

Nokias aktuelle Windows-Phone-8-Smartphones der Lumia-Familie wie das Lumia 920 gelten technisch als durchaus ebenbürtig zur Android- und iOS-Konkurrenz. Doch der Verkaufserfolg hat sich noch nicht so recht eingestellt, Nokia und Microsoft tun sich schwer damit, ihren Rückstand auf dem Smartphone-Sektor aufzuholen.

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