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Anhaltende Flaute im Chipmarkt

04.07.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die weltweiten Chip-Verkäufe gingen im Mai um sieben Prozent auf 12,71 Milliarden Dollar zurück. Die mageren Umsätze im April und Mai veranlassen Analysten nun, ihre Erwartungen für das ganze Jahr zurückzuschrauben. Charlie Glavin, Analyst bei Credit Suisse First Boston, prognostiziert jetzt für das laufende Jahr einen Rückgang beim Chipverkauf um 25 Prozent. Vor einiger Zeit ging er noch von 17 Prozent aus.

Besonders hart getroffen habe es die USA, wo der Absatz im Juni um elf Prozent auf 3,34 gegenüber April mit 3,75 Milliarden Dollar gesunken sei. Die Verkäufe in Europa gingen um 7,8 Prozent auf 2,83 Milliarden Dollar zurück. In Japan sei der Absatz um 5,9 Prozent auf 3,15 Milliarden Dollar gefallen, während im übrigen asiatisch-pazifischen Raum ein Abschwächung von 4,5 Prozent auf 3,38 Milliarden Dollar zu verzeichnen war. Zwar würden viele Chiphersteller und Analysten eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte vorhersagen, angesichts der anhaltenden Schwäche würden sie ihre Meinung indes wieder revidieren. "Die Lager sind seit November letzten Jahres unverändert voll", meint George Scalise, President der Semiconductor Industry Association.

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