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Anleger verklagen AOL Time Warner

15.04.2003 | 10:41 Uhr |

Los Angeles/München (Macwelt) - Rund 78 Prozent Wertverlust musste die Aktien von AOL Time Warner seit Januar 2001 einstecken. Jetzt haben zahlreiche enttäuschte Anleger diese Tatsache zum Anlass genommen, eine Klage gegen das Unternehmen wegen Bilanzfälschung und Betrugs einzureichen.

Angeblich habe AOL im Geschäftsjahr 2000/2001 die Einkünfte um mehr als eine Milliarde US-Dollar zu hoch angegeben. Zudem haben der Medienkonzern die Anzahl der Abonnenten und Werbekunden vorsätzlich geschönt, heisst es in der gestern veröffentlichten Klageschrift.

Zu den Hauptklägern zählt unter anderem die Universität von Kalifornien, die nach eigenen Angaben durch die Fusion von AOL und Time Warner vor rund drei Jahren etwa 450 Millionen US-Dollar verlor.

Auch kommen der ehemalige AOL-Chef Steve Case sowie CNN-Gründer Ted Turner nicht ungeschoren davon: Zusammen mit drei anderen Top-Managern der beiden Firmen wären 1,7 Milliarden US-Dollar in die eigenen Taschen der Fünfer-Bande geflossen. AOL Time Warner hat bisher zu keinem der Anklagepunkte offiziell Stellung genommen. ds

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