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Anlegerblätter verlieren Auflage wegen Kursstürzen

19.04.2001 | 00:00 Uhr |

Der Kurssturz an den Börsen hat im ersten Quartal
dieses Jahres auch die Auflage zahlreicher Anlegermagazine
einbrechen lassen. «Börse online» verzeichnete bei 226 000
verkauften Exemplaren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus
von 37,5 Prozent, «Der Aktionär» verkaufte nur noch 91 000 Hefte
(minus 35,9 Prozent) und «Finanzen» (120 000) meldete ein Minus von
14,4 Prozent. Etwas glimpflicher waren die Verluste bei «Geldidee»
(202 000 Auflage) und «Euro am Sonntag» (159 000), die jeweils 10,5
Prozent Käufer verloren. Dies geht aus den am Mittwoch vorgelegten
Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung
von Werbeträgern (IVW) hervor.

Auflagengewinner unter den Zeitschriften sind im ersten Quartal
dieses Jahres die auf Entertainment spezialisierten Leute-
Zeitschriften. Die Auflage der «Bunten» legte im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 10,2 Prozent auf 789 000 verkaufte Exemplare
zu. Der Konkurrent «Gala» verkaufte knapp 336 000, ein Plus von 10,3
Prozent.

Bei den TV-Zeitschriften setzte sich der Auflagenrückgang bei den
meisten Blättern fort. Ihren Abwärtstrend stoppen konnte dagegen die
Jugendzeitschrift «Bravo»: Das Teenie-Blatt meldete einen Anstieg
von 7,5 Prozent auf knapp 772 000 verkaufte Hefte. Die als «Bravo»-
Konkurrenz im letzten Sommer auf den Markt gekommene «Yam» verkaufte
im ersten Quartal 280 000 Exemplare.

Im Wettstreit der drei großen aktuellen Wochenmagazine legte der
«Stern» leicht um 0,3 Prozent auf 1,077 Millionen verkaufte
Exemplare zu. «Der Spiegel» verlor 0,2 Prozent auf 1,049 Millionen,
«Focus» meldete mit knapp 773 000 ein Minus von 4,7 Prozent. Bei den
Wochenzeitungen fiel die Auflage überwiegend. «Die Welt am Sonntag»
(413 000) meldete einen Verlust von fünf Prozent, «Die Zeit»
(436 000) verlor 2,3 Prozent, ein leichtes Plus von 0,5 Prozent
verzeichnete dagegen «Die Woche» (130 000 Auflage).
dpa

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