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Donald Trump im Visier von Hackergruppe Anonymous

14.12.2015 | 13:23 Uhr |

Nachdem sich die Hacker-Organisation Anonymous verstärkt auf die Bekämpfung des Islamischen Staat konzentriert hat, will sich nun ein Teil der Hacker auf den kandidierenden US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump konzentrieren.

In einem YouTube-Video kündigte die Hackergruppe Anonymous an, sich zukünftig auf den US-Präsidentschaftskandidaten und Milliardär Donald Trump zu konzentrieren. Das Video war eine Reaktion auf Trumps Äußerungen über ein Einreiseverbot von Muslimen in die USA. Demnach würden derartige Aussagen dazu führen, dass der IS mehr an Macht gewinnt und mehr Personen für seine Interessen radikalisieren und Rekrutieren könne.

Nach Angeben von Heise sei die Homepage des Trump Towers nach der Veröffentlichung des Videos für circa eine Stunde nicht aufrufbar gewesen. Ob dies, wie die Hacker-Gruppe behauptet, auf eine gezielte DDoS-Attacke von Anonymous zurückzuführen sei, wollte sich weder Trumps Wahlkampfbüro noch die Betreiberfirma der Website äußern. Daher kann noch nicht offiziell bestätigt werden, ob die Hacker bereits erste Schritte gegen Trump unternommen haben.

Ebenfalls noch ungeklärt ist die Frage, welcher Teil von Anonymous genau hinter dieser oder zukünftigen Aktionen steckt. Nach den Anschlägen in Paris vom 13. November hatte das Hacker-Kollektiv den Cyber-Krieg gegen den Islamischen Staat erklärt. Da Anonymous jedoch eine offene, hierarchielose Organisation ist, lässt sich nicht genau bestimmen, welche Teile der Hackergruppe für welche Aktionen verantwortlich sind.

Allerdings machen sich auch viele Zweifel breit, ob dieses Video überhaupt von Anonymous stammt. Ein Indiz dafür, dass dieses Video nicht von der bekannten Hacker-Gruppe stammen könnte, ist der Spruch, der am Ende der Ankündigungsvideos aufgesagt wird: „We are Anonymous. We are Legion. We do not forgive. We do not forget. Expect us.“ In dem Video, in dem sich die vermeidlichen Hacker an Donald Trump wenden, fehlt jedoch der vorletzte Vers „We do not forget.“ Ob Trump also tatsächlich zum Ziel von Anonymous geworden ist, bleibt abzuwarten. Eine Dementierung seitens der Hackergruppe hat es bis zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht gegeben.

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